Rechtsstreit mit Trolli Haribo sagt den Zombiebären den Kampf an

Donnerstag, 24. September 2015
Trolli warnt vor dem Angriff der Zombären
Trolli warnt vor dem Angriff der Zombären
Foto: Unternehmen

Wenn es um seine Goldbären geht, versteht Haribo offenbar gar keinen Spaß. Jahrelang hat sich der Bonner Fruchtgummihersteller gegen den Schokoladenhersteller Lindt gewehrt, nachdem der 2011 einen Schokobären in Goldfolie in die Supermärkte gebracht hatte. Gestern wurde bekannt, dass Haribo diesen Rechtsstreit endgültig verloren hat, weil der Bundesgerichtshof keine Verwechslungsgefahr zwischen Schoko- und Gummibär sieht.

Lindt ist aber nicht das einzige Unternehmen, das Haribo ein Dorn im Auge ist: Auch mit Wettbewerber Trolli gibt es Streit. Das Fürther Familienunternehmen hatte die Bärchen der Bonner Konkurrenz in einem TV-Spot zu "Zombären" erklärt und forderte die Konsumenten in diesem Zusammenhang dazu auf, ihre Naschauswahl bunter zu machen. Das war Mitte August. Schon kurze Zeit später musste der Spot wieder on Air genommen werden.

Haribo wurde in der Kampagne zwar nicht direkt genannt, aber der Bonner Marktführer fühlte sich dennoch gehörig auf den Schlips getreten und erwirkte eine Einstweilige Verfügung gegen Trolli. Der Herausforderer scheint indessen nicht so einen langen Atem - und wahrscheinlich auch nicht die gleichen finanziellen Mittel - wie Lindt zu haben. Er ist sofort eingeknickt und hat seinen "Zombären"-Spot aus dem Verkehr gezogen. Aus dem Umfeld des Unternehmens ist zu hören, dass der Werbefilm nun bearbeitet werden soll. Ein offizielles Statement dazu gibt es von Trolli allerdings nicht. bu

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