Raucherbein und Lungenkrebs EU-Parlament macht Weg frei für Horrorbilder auf Zigarettenpackungen

Donnerstag, 27. Februar 2014
Die EU-Parlamentarier haben sich für Schockbilder auf Zigarettenpackungen ausgesprochen
Die EU-Parlamentarier haben sich für Schockbilder auf Zigarettenpackungen ausgesprochen


Jetzt ist es Fakt, trotz aller Bemühungen der Tabakindustrie das Schlimmste zu verhindern. Ab 2016 müssen Zigarettenschachteln deutlich größere Warnhinweise und Horrorbilder von Raucherbeinen und Lungenkrebs tragen. Das beschloss gestern das EU-Parlament. Künftig zieren solche abschreckenden Bilder 65 Prozent der Vorder- und Rückseite auf den Packungen. Damit sind die Warnhinweise auf den Zigarettenschachteln künftig fast doppelt so groß wie bisher. Was für die Markenartikler einer Enteignung ihres Eigentums gleichkommt, ist für die Parlamentarier ein Beitrag zu mehr Gesundheitsschutz und eine Maßnahme gegen rauchende Jugendliche. So wird gleichzeitig mit den Warnhinweisen verharmlosende Werbung verboten. Begriffe wie "mild" oder "natürlich" landen auf dem Index. Aromastoffe wie Schokoladengeschmack dürfen sie Hersteller künftig nicht mehr verwenden. Ebenso haben Mentholzigaretten ab 2020 ausgequalmt.

"Indem die Regeln sicherstellen, dass Tabakprodukte wie Tabakprodukte aussehen und auch so schmecken, werden sie dazu beitragen, dass weniger Menschen in der EU mit dem Rauchen anfangen", sagt EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg. Jetzt müssen die EU-Staaten nur noch zustimmen. Doch das gilt als Formalie. Seit Monaten hatten die Tabakhersteller das Gesetz versucht zu verhindern. Die Benühungen sind seit gestern endgültig gescheitert. mir
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