Rassismus-Vorwurf Ferrero will umstrittene Kampagne überarbeiten

Mittwoch, 28. August 2013
-
-

Nach dem Proteststurm gegen den neuen TV-Spot für Ferrero Küsschen lenkt der Frankfurter Süßwarenkonzern ein. Wie eine Sprecherin gegenüber HORIZONT.NET ankündigt, wird Ferrero die als rassistisch kritisierte Werbekampagne modifizieren.
"Ferrero nimmt die kritischen Stimmen ernst und hat sich daher für eine Überarbeitung der Werbung entschieden, um weiteren Missverständnissen vorzubeugen", kündigt die Sprecherin an. Das Ferrero-Marking und die zuständige Berliner Werbeagentur M&C Saatchi hätten bereits mit der Anpassung begonnen.

Der Sprecherin zufolge werden sämtliche Werbemittel überarbeitet, also neben dem TV-Spot auch Printmotive. Das unter anderem via Twitter gestreute Gerücht, dass Ferrero eine für morgen geplante Außenwerbekamagne vollständig gestoppt habe, wollte sie nicht bestätigen. Auch Details zu den geplanten Änderungen nannte sie nicht. "Die Überarbeitung findet zur Stunde statt, für Details ist es noch zu früh", so die Sprecherin.

Die Vorwürfe weist Ferrero in aller Schärfe zurück. Der Konzern sei strikt gegen jegliche Form von Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus oder Rassismus. Die Aussagen "Yes Weiss Can", "Weiss muss bleiben" und "Deutschland wählt weiss", mit denen Ferrero unter anderem in dem Spot für seine weißen Ferrero Küsschen wirbt und mit denen sich der Konzern den Rassismusvorwurf eingehandelt hat, bezögen sich "einzig auf die weiße Schokolade" und hätten keine fremdenfeindlichen Hintergedanken. Das Unternehmen bedauere es, "wenn es bei dieser Werbung zu Missverständnissen gekommen sei und die Produktbotschaft anders aufgefasst wurde." mas

Meist gelesen
stats