Rassismus-Vorwurf Aldi nimmt in Australien T-Shirt vom Markt

Freitag, 10. Januar 2014
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Der Discount-Riese Aldi und die Kette Big W stoppen in Australien den Verkauf von T-Shirts, die beide Unternehmen anläßlich des Nationalfeiertags am 26. Januar verkauft haben. Das Motiv soll Aborigines diskriminieren. Das berichtet das "Wall Street Journal Deutschland".


Stein des Anstoßes ist unter anderem der Schriftzug auf den T-Shirts "Australien, gegründet 1788". Die Jahreszahl nutzen rechte Gruppierungen gerne als Symbol. In dem Jahr trafen die ersten europäischen Siedler auf dem Kontinent ein, den Großbritannien seit 1770 als sein Eigentum betrachtet. Für viele der Ureinwohner symbolisiert der Beginn der europäischen Besiedlung allerdings den Beginn des Niedergangs ihrer Jahrtausende alten Kultur.

Auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken sah sich Aldi daher plötzlich mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert. Nach dem Bericht des "Wall Street Journal Deutschland" entschuldigte sich Aldi per Twitter für den entstandenen Eindruck. Die Diskussionen auf dem Kontinent geht dennoch weiter. "Für die Entscheidung von Aldi sowie der Kette Big W gab es im Internet Lob und Kritik", schreibt das Blatt und zitiert etwa Simon Breheny, Chefredakteur der Webseite Freedom Watch, hinter der ein konservativer Thinktank steht. "Es ist dämlich, dass um dieses Thema ein solcher Wirbel entstanden ist."

Doch für die mehrheitliche Stimmung im Land drückt eher Tim Bartram, Wirtschaftsprofessor an der La Trobe Universität in Melbourne aus: "Australien ist seit Jahrtausenden besiedelt. Ich war schockiert, dass jemand so etwas auf ein T-Shirt druckt." mir
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