Raser statt Hase So feiert Duracell die historische Fahrt von Berta Benz

Donnerstag, 21. April 2016
Das Spielzeugauto hielt die Gesamtstrecke von mehr als 100 Kilometern mit nur einer Batterieladung durch
Das Spielzeugauto hielt die Gesamtstrecke von mehr als 100 Kilometern mit nur einer Batterieladung durch
Foto: Duracell

Jeder kennt den unermüdlich trommelnden Duracell-Hasen, doch zum 130. Geburtstag des Mercedes-Automobils gönnt Grey Düsseldorf dem Langohr mal eine Pause und wiederholt lieber die historische Fahrt von Bertha Benz von Mannheim nach Pforzheim - in einem batteriegetriebenen Spielzeugauto. Die mittlerweile vom Guinness-Book offiziell anerkannte Weltrekordfahrt des Miniatur-Stromers war dabei sogar deutlich flotter als das historische Vorbild: Mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometern hätte das Spielzeugauto Frau Benz problemlos abgehängt. Sie schaffte mit dem von ihrem Mann erfundenen Auto maximal 20 Stundenkilometer.
Die beiden Fahrten haben allerdings auch auf inhaltlicher Ebene mehr miteinander gemein, als man vermuten würde. Bertha Benz entschloss sich zu dem Ausflug in ihre Heimatstadt Pforzheim, um der Öffentlichkeit auf möglichst aufsehenerregende Weise zu demonstrieren, dass das von ihrem Mann zwei Jahre zuvor erfundene Automobil absolut alltagstauglich war. Die unterschwellige Botschaft an die männliche Zielgruppe im Kaiserreich des 19. Jahrhunderts: Wenn sogar eine "schwache Frau" mit ihren zwei Kindern sicher und ohne Risiko die neue Technik beherrschen konnte, dann hatte ein Mann am Steuer erst recht nichts zu befürchten. Ihr Plan ging auf: Die Fahrt öffnete den Markt für Mercedes und damit letztlich für die gesamte Automobilindustrie. Heute würde man das einen Marketingstunt nennen und wahrscheinlich als innovative Werbeidee bei den Cannes Lions auszeichnen.

Ganz so disruptiv sind die Erwartungen, die Duracell mit seiner Kampagne verbindet, wohl eher nicht. Unter dem Motto "Last longer, dream further" soll die von Grey entwickelte "Achievements"-Kampagne die Langlebigkeit der Haushaltsbatterien des weltweit führenden Herstellers von Hochleistungs-Alkalibatterien effektvoll im Kontext eines breiteren gesellschaftlichen Themas in Szene setzen.

"Duracell sorgt seit jeher dafür, dass Kinder länger mit ihrem Spielzeug spielen und ihren Träumen freien Lauf lassen können. Mit der Aktion wollten wir das Produkt unter Extrembedingungen testen und die Leistungen honorieren, die in der Vergangenheit die Welt veränderten, indem sie Träume auf die Straße gebracht haben", sagt der Grey-CCO Fabian Kirner.

Anders als beim Duracell-Hasen musste Grey allerdings 144 Duracell-Haushaltsbatterien verbauen, um das Spielzeugauto von Mannheim nach Pforzheim zu bekommen. cam
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