Protein World Werbeaufsicht spricht "Beachbody"-Anzeige von Beleidigungsvorwurf frei

Donnerstag, 02. Juli 2015
Mit diesem Anzeigenmotiv löste Protein World einen wahren Shitstorm aus
Mit diesem Anzeigenmotiv löste Protein World einen wahren Shitstorm aus
Foto: Protein World Twitter
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Beachbody Protein World Werbeaufsicht Facebook Twitter


Die Entscheidung der britischen Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA) über die "Beachbody"-Anzeige von Protein World ist gefallen: Die Anzeige hat nicht gegen die Werbe-Regeln betreffend des Zufügens von Schaden, Beleidigung und soziale Verantwortung verstoßen. Im April hatten die Plakate des Unternehmens für Fitnessprodukte und Nahrungsergänzungsmittel für einen Shitstorm auf Facebook und Twitter gesorgt, zudem machten die Leute ihrer Wut auf den Plakaten in der Londoner U-Bahn Luft.
Als Reaktion auf die Anzeige reichten 378 aufgebrachte Menschen Beschwerde bei der ASA ein. Die Vorwürfe: Die Anzeige sei unverantwortlich und ein Angriff auf Menschen, die nicht der Figur des Models auf den Plakaten entsprächen. Jetzt hat die Werbeaufsicht ihre Entscheidung getroffen: Die Anzeige sei weder unverantwortlich noch beleidigend. Die Aufsicht stimmte Protein World zu, dass "Beach Body" ein geläufiger Begriff sei und nicht bedeute, dass nur ein Körper wie der des Models auf den Plakaten strandtauglich sei. Die Frage in der Werbung ziele vielmehr darauf ab, ob jeder in der Form ist, die er sich persönlich für sich vorstelle, so die ASA in ihrer Begründung.

Auch der Vorwurf der Unverantwortlichkeit sei ungerechtfertigt: "Auch wenn wir verstehen, dass der Claim 'Are you beach body ready' dazu führt, dass die Leute über ihre Figur nachdenken, denken wir nicht, dass das Modelbild nahe legt, dass Frauen mit anderen Figuren denken, sie müssten ein Abnehmprodukt nehmen, um sich im Bikini in der Öffentlichkeit wohlzufühlen".

Die Anzeige zeigt eine durchtrainierte Frau im Bikini, daneben prangt die Frage: "Are you beach body ready?". Das Ganze bewirbt Mittel, die beim Abnehmen helfen sollen. Von Teilen der Öffentlichkeit wurde die Anzeige unter anderem als sexistisch und beleidigend empfunden. Die Kommentare des Unternehmens zu den Vorwürfen in den sozialen Medien waren uneinsichtig.
Das Besondere: Die Anzeige wurde vor der Untersuchung bereits verboten, allerdings aus einem anderen Grund: Die ASA hatte Bedenken wegen des Werbeversprechens von Gesundheit und Gewichstverlust. jp
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