Prognose Ausgaben für Real Time Bidding werden rasant steigen

Dienstag, 10. Dezember 2013
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In den nächsten Jahren werden die Spendings für Real Time Bidding, also der Versteigerung von Werbeflächen in Echtzeit, rasant wachsen. Die Tech-Investmentbank GP Bullhound prognostiziert eine jährliche Wachstumsrate von 50 Prozent. Bis 2017 soll das via RTB gehandelte Volumen auf über 20 Milliarden Dollar angestiegen sein - umgerechnet 14,55 Milliarden Euro.
In den vergangenen zwei Jahren wurden laut GP Bullhound rund 1,3 MIlliarden Dollar in Plattformen für Real Time Bidding (RTB) investiert. In den kommenden fünf Jahren werden in den USA die Hälfte aller Online-Display-Verkäufe via RTB erfolgen. "Auch Europa wird nachziehen und den Vorsprung der USA schnell aufholen", schreibt die Bank.

"Insbesondere der Video- und Mobile-Markt wird sich zum Wachstumstreiber von RTB entwickeln", glaubt Julian Riedbauer, Partner bei GP Bullhound und Leiter des Deuschland-Büros. Nicht nur die Werbungtreibenden können aus seiner Sicht von dem schnellen Wandel profitieren, sondern auch die Publisher. "Sie können die neuen Datenquellen dazu nutzen, um ihr Publikum und ihre Werbekunden besser zu verstehen und so ihren Ertrag zu maximieren", so Riedbauer.

In Deutschland steigen die Publisher noch eher zögerlich auf das Thema ein. Sie fürchten, die Kontrolle über ihr Inventar zu verlieren, insbesondere die Preishoheit. Für Furore sorgte in diesem Zusammehang ein Deal zwischen Axel Springer und Google. Google vermarktet so genannte Restplätze in Echtzeit über seine Ad Exchange. Wie genau "Restplatz" definiert wird, ist allerdings unklar.
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