Procter-Marketingchefin Sophie Blum 3 Faktoren, die Content zur Erfolgsgeschichte für Marken machen

Donnerstag, 15. September 2016
Procter-Managerin Sophie Blum
Procter-Managerin Sophie Blum
Foto: Dmexco

Sophie Blum, bei Procter & Gamble als Vice President Marketing für die Regionen Europe, India, Middle East & Africa zuständig,  glaubt an Marken-Content, aber nicht an Content-Marketing als eigenständige Disziplin. Ihre Botschaft an das Dmexco-Publikum: „Man sollte Content Marketing als den beziehungspflegenden Teil der Markenwerbung sehen.“

Procter & Gamble gehört zu den Markenartiklern, die Content in der jüngeren Vergangenheit sehr effektiv und mit großer öffentlicher Resonanz in der eigenen Kommunikation nutzen. „Danke Mama“ ist eine gerade im Rahmen der Olympischen Spiele regelmäßig genutzte Themenwelt rund um die Familie der Athleten. Mit „Like a girl“ konnte sich die P&G-Marke Always als Stimme für das Selbstwertgefühl junger Mädchen etablieren.

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Trotzdem gilt Content Marketing bei Procter & Gamble nicht als Wunderwaffe für alle Gelegenheiten. Blum nutzte ihre Teilnahme an der Panel-Diskussion „The Content Marketing Pitfall: Does Content erase brand awareness?“, um einige der beliebtesten Mythen rund um das Thema anzugehen. Ihr wichtigstes Thema dabei: „Content ist mehr als unterhaltsame Werbung.“ Damit Content tatsächlich im Sinne der Marke wirken könne, müssten drei Faktoren erfüllt sein:

1. Das Produkt muss ein nachvollziehbarer Teil der Storyline sein

2. Die Markengeschichte muss im richtigen Kontext erzählt werden

3. Die Geschichte und die darin vermittelte Botschaft müssen authentisch sein

Blum: „Aber damit dabei auch das gewünschte Ergebnis eintrifft, ist eine integrierende Führung der Kommunikation unverzichtbar.“ Für die Managerin ergibt eine getrennte Betrachtung von Content Marketing und klassikscher Werbung innerhalb der Markenführung keinen Sinn. Denn die Marketingkommunikation habe schon immer unterschiedliche Aufgaben von der Kaufaktivierung bis hin zur Bindung von Markenfans erfüllen müssen. Content Marketing könne hier einzelne Aufgaben übernehmen, aber die klassische Werbung nicht komplett ersetzen.

Mit dieser Einschätzung stieß Blum beim Panel-Mitglied Michael Conrad auf Zustimmung: „Was wir in der Werbung gemacht haben, war schon immer Content. Das Thema ist nicht neu. Neu und spannend wird es erst mit der richtigen strategischen Integration in die Markenführung.“ cam

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