Procter & Gamble So sieht der Sparplan des FMCG-Riesen aus

Dienstag, 02. Mai 2017
Procter & Gamble war in den ersten Monaten des Jahres hierzulande erneut größter Werbespender
Procter & Gamble war in den ersten Monaten des Jahres hierzulande erneut größter Werbespender
Foto: P&G
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Dass Procter & Gamble einen strikten Sparplan verfolgt und in den nächsten fünf Jahren im Marketing zwei Milliarden US-Dollar weniger ausgeben will, ist nichts Neues - wohl aber, wo genau der Rotstift angesetzt wird. Im jüngsten Investoren-Gespräch gab Chief Financial Officer Jon Moeller nun erste Hinweise: So will P&G über eine Milliarde US-Dollar bei Media-Spendings und rund 500 Millionen bei Agenturen sparen. Die Kreation soll darunter aber offenbar nicht leiden.
Bereits vor einem Jahr hatte der Kosumgüterriese aus Cincinnati verkündet, über alle Unternehmensbereiche hinweg rund zehn Milliarden US-Dollar einsparen zu wollen. Im Marketing sollen unter anderem geringere Ausgaben für Media und Agenturen dazu beitragen, die angestrebte Kostenreduktion von zwei Milliarden US-Dollar zu erreichen. "Wir peilen bis zu einer halben Milliarde an, die wir mit der Reduzierung von Agentur- und Produktionskosten einsparen können", zitiert das US-Magazin "Ad Age" aus der Telefonkonferenz mit CFO Jon Moeller. Zudem will P&G bei In-Store-Materialien, Direktmarketing und Sampling-Aktionen ebenfalls etwa eine halbe Milliarde Dollar sparen. Die Ausgaben für Media, die Procter & Gamble um bis zu eine Milliarde Dollar reduzieren will, passen zu der Ankündigung von Chief Brand Officer Marc Pritchard, der im Januar mit einem 5-Punkte-Plan Druck auf Agenturen und Publisher ausübte. Anlass: Die Schwächen digitalen Marketings. Die angekündigten Sparmaßnahmen bedeuteten allerdings nicht zwangsläufig, dass P&G weniger Geld für die Kreation ausgebe, heißt es von dem Unternehmen. So sollen etwa anderswo eingesparte Gelder - etwa bei Verpackung, Produktion und Transport - ins Marketing reinvestiert werden.
Procter & Gamble ist sowohl weltweit als auch in Deutschland der größte Werbungtreibende. Laut Nielsen investierte der Konzern im Jahr 2016 hierzulande 867 Millionen Euro brutto in Media - und steigerte dabei vor allem seine Ausgaben für TV, während man Digital zurückfuhr. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres setzte sich dieser Trend fort. fam
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