Pornhub Wie der Sex-Streamer aus Schweinereien im Weltall eine Markenbotschaft macht

Freitag, 12. Juni 2015
Mit einer Crowdsourcing-Kampagne wirbt Pornub für die eigene Marke
Mit einer Crowdsourcing-Kampagne wirbt Pornub für die eigene Marke
Foto: Unternehmen

Captain Kirk und seine Crew wollten noch mutig dorthin gehen, wo noch nie zuvor ein Mensch gewesen ist. Bei Pornhubs Weltraum-Team geht es dagegen eher um Weltraum-Begegnungen der fleischlichen Art. Mit der frisch gestarteten Crowdsourcing-Kampagne "Sexploration" liefert die amerikanische Sexvideo-Plattform ihren nächsten Stunt, der trotz bestehender Werbebeschränkungen für die Marke werben soll.

Pornhub Presents: Sexploration from Pornhub TV on Vimeo.

Von dem Astronauten-Team Eva Lovia und Jonny Sins dürften die wenigsten etwas gehört haben - und wenn, würden sie es wohl kaum zugeben. Denn um das gutgelaunte Astro-Team, das nach eigener Aussage mit Feuereifer für die geplante Weltraum-Missionarsstellung trainiert, handelt es sich natürlich nicht um Nasa-Profis, sondern um Porno-Darsteller. 3,4 Millionen US-Dollar sollen über die Crowdsourcing-Plattform Indigogo zusammen kommen, um die beiden zu ihrem beruflichen Höhepunkt kommen zu lassen. Welche Weltraumagentur das Sexploration-Team für den relativen Schnäppchenpreis zu ihrem stellaren Arbeitsplatz bringen wird, verschweigt Pornhub wohlweislich. In der Vergangenheit zahlten Weltraumtouristen 20 Millionen Dollar, um die Erdumlaufbahn zu erreichen. Wahrscheinlich ist daher, dass der Pornokonzern eher einen Kurzausflug in die erdnahe Umlaufbahn mit einem Privatanbieter wie Virgin Galactic plant.

Doch die genauen Details des offiziell für 2016 geplanten Blast-Offs können Pornhub gleichgültig sein. Primäres Ziel der Crowdsourcing-Kampagne ist ohnehin die direkte Kommunikation mit der Zielgruppe, lange bevor das eigentliche Projekt in seine heiße Phase geht. In den ersten beiden Tagen wurde die Crowdsourcingaktion allein auf Facebook mehr als 15.000 Mal geteilt. Hätte Pornhub eine direkte Werbekampagne auf dem Social-Media-Netzwerk schalten wollen, wäre das schon im Vorfeld klar an den Content-Standards von Facebook gescheitert, das bekanntermaßen auch Beiträge von Mainstream-Medien bei allzuviel nackter Haut rigoros zensiert.

Mit seiner Crowdsourcing-Aktion glaubt Pornhub anscheinend, dass es seinerseits Potenzial als Werbeträger für andere Marken hat. Für 30.000 Dollar werden Sponsoren Mitglieder des "Apollo 69"-Programms und können sich mit eigenem Logo auf den Weltraumanzügen der Sextronauten verewigen. cam
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