Popstar Zara Larsson bei der Dmexco "Ohne Social Media ist es schwer, den Durchbruch zu schaffen"

Freitag, 16. September 2016
Sängerin Zara Larsson beschloss auf der Dmexco den ersten Kongresstag
Sängerin Zara Larsson beschloss auf der Dmexco den ersten Kongresstag
Foto: Dmexco
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Die Sängerin Zara Larsson und Spotify verbindet mehr als nur die Tatsache, dass beide aus Schweden stammen: Ihren großen Durchbruch schaffte die 18-Jährige vergangenes Jahr auch dank ihrer Präsenz bei dem Streamingdienst. Und bei der Dmexco wirkte Larsson sogar vor großem Publikum in der Congress Hall als Spotify-Botschafterin. Am Rande der Messe hat HORIZONT mit dem Popstar gesprochen - über datengetriebenes Marketing, Social Media und ihre Rolle als Influencerin.

Zara, glaubt man den Daten von Spotify, legen die meisten Nutzer im Alter von 19 Jahren ihren Musikgeschmack fest. Jetzt wirst du im Dezember 19 - schon Angst vor der Eintönigkeit? Oh, ich kann mir so ziemlich alles anhören. Aber ich mag besonders Pop, R'n'B, Hip-Hop, Old-School-Zeug, auch wenn ich das meiste davon nicht singe. Im Prinzip kommt es immer auf den Ort und die Stimmung an. Und klar, Musik verändert sich auch im Laufe der Zeit.

Was denkst du denn über die Daten-Features von Spotify? Persönlich mag ich "Dein Mix der Woche" sehr gern. Generell ist es mit Streamingdiensten sehr einfach geworden, nachzuvollziehen, welche Songs sich die Menschen tatsächlich anhören und welche eher wenige. Meine Plattenfirma kann mir das vorher nicht wirklich so genau sagen.

Also hilft dir das auch als Künstlerin? Das tut es absolut. Weil es so einfach ist, zu sehen, was die Menschen mögen: In dem einen Land ist es dieser Song, in jenem ein anderer - diese Art von Research ist schon eine coole Sache. Als Musikerin kann ich davon auch lernen.
Die Schwedin trat unter dem Dach des Streaminganbieters Spotify in der Congress Hall auf
Die Schwedin trat unter dem Dach des Streaminganbieters Spotify in der Congress Hall auf (Bild: Dmexco)
Du bist ja mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram aufgewachsen. Wie wichtig ist denn Social Media für junge Künstler? Für neue Musiker ist es schwierig, ohne Social Media den Durchbruch zu schaffen. Die Leute sind heutzutage sehr neugierig, wollen wissen, was ihr Lieblingsinterpret zum Mittagessen hatte, was er gerade macht und was er letzten Donnerstag geträumt hat. Als bereits etablierter Künstler hat man es da einfacher - zum Beispiel Beyoncé, für mich die größte Musikerin überhaupt. Sie hat zwar Facebook und Instagram, aber twittert nie und ist nicht bei Snapchat - weil die Leute sie auch so als Künstlerin respektieren.

Würdest du dich in Social Media denn genauso verhalten, wenn du nicht berühmt wärst? Ich glaube, dass ich mich dort sehr authentisch bewege. Wobei: Ich würde vielleicht mehr Selfies posten. Mehr Selfies? Wieso das? Keine Ahnung, meistens habe ich einfach so viele andere coole Dinge zu posten. Aber klar, hier und da gibt es auch einmal ein Instagram-Selfie von mir.

Stichwort Instagram & Co: Wie ist deine Beziehung zu Marken? Darüber machen wir uns gerade immer mehr Gedanken. Bis vor einem Jahr war das noch gar kein Thema. Aber wenn man als Künstler erfolgreicher wird, Hits landet, auf der Straße erkannt wird, dann kann Branding eine coole Sache sein. Gerade habe ich eine Make-up-Geschichte gemacht, demnächst startet in Großbritannien eine Nike-Kampagne mit mir. Beides sind Dinge, die ich sehr gerne mag - ich habe ungelogen unglaublich viele Nike-Schuhe. Sinnvoll sind Markenbeziehungen für mich deswegen auch nur, wenn es sich authentisch anfühlt und ich gerne mit der Marke in Verbindung gebracht werde.

Siehst du dich selbst als Influencer? Das ist im Marketing ja gerade ein großes Ding ... Ich glaube, wenn man eine gewisse Zahl an Followern und Fans hat, wenn es Menschen gibt, die dich auf eine Weise idealisieren, dann wird man automatisch zum Influencer. Und das finde ich auch okay, denn mit einer großen Zuhörerschaft kann man so viele Sachen mehr bewegen als nur zu sagen: "Hey, kauf' diese neuen Schuhe!" Man kann über echte Probleme im Leben und der Welt sprechen und gerade junge Leute mit vielen Followern sollten das nutzen, um wirklich etwas zu sagen. fam

#blacklivesmatter Imagine that you wake up late one night to the sound of your home being burglarized. Through the crack in your bedroom door, you see several figures hauling out your television, computers and nice china to their getaway car parked outside. Thinking quickly, you dial 911 on your iPhone. “911, what’s your emergency?” “Help!” you whisper. “My home is being robbed!” “Stay where you are, Miss,” the other voice assures you. “We’ll look into it.” “Thank you,” you whisper. “My address is—” “Woah, Ma’am,” the voice on the other end says. “Why are you bringing addresses into this?” “What?” you say. “My home is being robbed! Aren’t you going to come and stop them?” “Well, I don’t know why you need to make this about your home, ma’am,” the operator says. “All houses matter.” - Tyler Huckabee

Ein von Zara Larsson (@zaralarsson) gepostetes Foto am

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