Plagiatsvorwurf New Yorker und Levi’s streiten um Gesäßtaschen-Design

Dienstag, 16. September 2014
Levißs verteidigt sein Jeans-Design
Levißs verteidigt sein Jeans-Design
Foto: Foto: Levi´s
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Friedrich Knapp Levi Strauss Plagiatsvorwurf


Offenbar seit Jahren schwelt ein Streit zwischen der Modekette New Yorker und dem Jeanshersteller Levi Strauss. Das US-Label wirft dem Braunschweiger Unternehmen die Kopie seiner „Adlerschwinge“ vor – gemeint ist die Ziernaht auf den hinteren Hosentaschen. Vor dem Gerichtstermin am kommenden Donnerstag machte New-Yorker-Chef Friedrich Knapp den Zwist öffentlich.

„Es kann nicht sein, dass ein einzelnes Unternehmen meint, gegen alles und jeden vorzugehen“, sagte Knapp der Presseagentur dpa. Am 18. September wird sich nun das Oberlandesgericht Hamburg (Aktenzeichen: 3U 96/12) mit dem Fall befassen. Sollte Levi’s aus dem Rechtsstreit als Gewinner hervorgehen, droht New Yorker eine Geldstrafe in Höhe von 50 Euro pro verkaufter Hose. Knapp kündigte allerdings schon an, in dem Fall "alle zur Verfügung stehende Folgeinstanzen anzurufen".

„Wir sehen in diesem Vorgehen eine Methode, um uns und andere Jeansanbieter in Deutschland zu schädigen und Geld einzutreiben.“
Friedrich Knapp
Basis für die Summe ist eine Abgrenzungsvereinbarung mit Levi’s, die New Yorker bereits vor einigen Jahren unterzeichnet hat. „Sie geht weit über das Levi’s-Design hinaus und wir halten uns daran“, sagt Knapp. Doch Levi’s versuche, diese Vereinbarung immer weiter zu den eigenen Gunsten auszudehnen. „Wir sehen in diesem Vorgehen eine Methode, um uns und andere Jeansanbieter in Deutschland zu schädigen und Geld einzutreiben.“

In einem ersten Urteil bekam zunächst Levi’s Recht. Für die Verkündung am Donnerstag ist Knapp „sehr optimistisch“. Ob es tatsächlich zu einer Entscheidung kommt, ist offen. Das OLG könne auch erstmal nur einen Zwischenentscheid abgeben. mh

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