Plagiarius Schmähpreis stellt dreiste Fälschungen an den Pranger

Montag, 10. Februar 2014
Prof. Rido Busse rief die Aktion "Plagiarius" vor 38 Jahren ins Leben
Prof. Rido Busse rief die Aktion "Plagiarius" vor 38 Jahren ins Leben

Knapp 40 Millionen rechtsverletzende Produkte im Wert von 1 Milliarde Euro beschlagnahmte die EU-Zollbehörde im Jahr 2012 - Tendenz steigend. Für Unternehmen entsteht erheblicher Schaden durch die zunehmende Produkt-und Markenpiraterie. Darauf macht der Negativpreis "Plagiarius" aufmerksam. Zum 38. Mal kürte dieser die Hersteller dreister Nachahmungen auf der Frankfurter Konsumgütermesse "Ambiente". Mit 50 Einsendungen betroffener Firmen erreichte der Wettbewerb einen neuen Rekord. Den ersten Platz belegt die chinesische Firma Shenzhen, die das Produkt "Zwave" des Medizintechnikhersteller Zimmer Medizin Systeme fälschte. Auch Alfred Kärcher und der Reinigungsmittelvertrieb Otto Oehme sind besonders stark von Produktkopien betroffen.

Eine Herausforderung im Kampf gegen Markenpiraterie wird zunehmend das Internet. Der Vertrieb über Online-Plattformen begünstigt den weltweiten Verkauf von Plagiaten und Fälschungen. Den Preis dafür müssen meist die Markenhersteller zahlen. Da sich die Händler nur schwer ermitteln lassen, ist eine Rechtsverfolgung aussichtslos.

Trotzdem sagen zahlreiche Unternehmen Plagiatherstellern den Kampf an. Darunter auch die Preisträger des "Plagiarius-Wettbewerbs". Um die 250 Verfahren gegen Markenrechtsverletzung reichte zum Beispiel Reisenthel in den vergangenen Jahren ein.

Um die Öffentlichkeit sowie den Gesetzgeber auf die skrupellosen Fälschungen aufmerksam zu machen, rief Professor Rido Busse die Aktion "Plagiarius" vor 38 Jahren ins Leben. hor
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