Periscope CEO Kayvon Beykpour will die App zur Medien-und Marketingplattform ausbauen

Montag, 04. Januar 2016
Kayvon Beykpour hat 2016 einiges vor mit Persicope.
Kayvon Beykpour hat 2016 einiges vor mit Persicope.
Foto: Screenshot Youtube/ TechCrunch
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Kayvon Beykpour BMW Donald Trump


Livestreaming-Angebote hatten im vergangenen Jahr ihren großen Durchbruch. 10 Millionen User gucken auf Periscope mittlerweile etwa 40 Stunden Videomaterial am Tag. CEO und Mitgründer Kayvon Beykpour hat im Interview mit Adweek nun seine Pläne für 2016 verraten: Unter anderem will er die App zu einer großen Medien- und Marketingplattform ausbauen.
Viele Unternehmen hätten Beykpour zufolge große Mühen und Geldbeträge für die Produktion von Videocontent auf Periscope ausgegeben. Als Beispiel nennt er etwa die deutsche Marke BMW, die auf der Videostreaming-Plattform ein neues Fahrzeug vorstellte. Im vergangenen Jahr gab ein BMW-Produktmanager eine exklusive Führung für die Live-Zuschauer. Bei solchen Markenkooperationen profitiere man vor allem von Twitters guten Bezieghungen, so Beykpour. Der Mikroblogging-Dienst hatte Periscope Anfang 2015 übernommen. Eines will der Periscope-CEO in der nächsten Zeit aber noch nicht etablieren: "Wir werden keine formelle Werbung oder Monetarisierung innerhalb der Plattform hinzufügen." Wie bei vielen Start-ups üblich, geht es Periscope derzeit noch nicht ums Geldverdienen, sondern um Reichweite. "Wir hatten ja noch nicht einmal unseren ersten Geburtstag", so Beykpour. Früher oder später muss der Videostreaming-Dienst dennoch über Monetarisierungsmöglichkeiten nachdenken. Wie eine Lösung aussehen könnte, hat vor einigen Monaten Twitter-Investor Chris Sacca vorgestellt: Ganz kurze Werbevideos vor der Wiedergabe von archivierten Übertragungen. Einen Livestream zu unterbrechen sei nicht sinnvoll.
„Eine Sache ist, Donald Trump live im TV zu sehen - eine andere ist es, ihn morgens beim Fertigmachen zu sehen.“
Kayvon Beykpour
2016 könnte für Periscope ein wichtiges Jahr werden, vor allem wegen der US-Präsidentschaftswahl im November. Gegenüber den etablierten Medien wie Fernsehen oder Tageszeitungen habe Persicope laut Beykpour den Vorteil, dass Nutzer viel enger mit den Politikern in Kontakt treten könnten. Etwa während der Autofahrt zum nächsten Wahlkampftermin oder hinter den Kulissen, wenn die nächste Debatte vorbereitet wird. "Eine Sache ist, Donald Trump live im TV zu sehen - eine andere ist es, ihn  bei seiner Morgentoilette zu sehen", so Beykpour.
Tablet Nutzerin
Bild: Fotolia / Diego Cervo

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Was die Wachstumsprognosen für dieses Jahr angeht, gibt sich der CEO noch etwas bedeckt. "Wir sind noch immer an dem Punkt, an dem wir uns darum bemühen, ein Tool und ein Produkt zu schaffen, das die Menschen gerne nutzen." Die zentralen Fragen, die er sich stellt: Welche zusätzlichen Funktionen sind notwendig? Wie möchten die User Content auf Periscope nutzen? Wie unterscheidet sich die Interaktion mit Freunden und Fremden? Wenn diese Baustellen gemeistert werden, würde auch das Produkt wachsen. ron

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