Penny Markt Hamburger Filialen setzen auf Nachbarschaft und regionale Produkte

Montag, 27. Oktober 2014
Auch auf seinen Plastiktüten wirbt Penny für mehr Nachbarschaft
Auch auf seinen Plastiktüten wirbt Penny für mehr Nachbarschaft
Foto: Foto: Scholz & Friends
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Penny Markt Richtungsschwenk Hamburg Scholz & Friends


Mit einem erneuten Richtungsschwenk möchte sich der Discounter Penny weiter von seinem früheren Ramsch-Image entfernen und noch deutlicher gegen seine Wettbewerber wie Aldi und Lidl abgrenzen. Nachdem in den vergangenen Jahren bundesweit alle Märkte umgebaut wurden und damit sogar bei Penny auf der Reeperbahn in Hamburg mehr Ordnung in die Regale kam, setzt das Tochterunternehmen der Kölner Rewe-Gruppe nun auf Lokalkolorit.

Unter dem Motto „Tür an Tür mit Penny“ startet in Hamburg ein Testlauf und alle 88 hanseatischen Filialen bekommen als Zusatz den Namen des Viertels oder der Strasse angehängt. Also zum Beispiel: Penny St. Pauli oder Penny Schanzenviertel. Die Idee dazu hatte Penny mit der Werbeagentur Scholz & Friends Berlin, die den Werbeetat des Discounters seit Ende des vergangenen Jahres betreut. Den Berliner Kreativen ist nicht entgangen, dass die Konsumenten auch von Supermärkten im niedrigen Preissegment eine bessere Präsentation der Produkte und mehr regionale Produkte einfordern.

„Speziell im Hinblick auf die Sortimente werden wir dies konsequent umsetzen und auch lokale Spezialitäten wie Labskaus, Finkenwerder Scholle oder Hamburger Aalsupp anbieten.“
Stefan Magel
Dem will Penny nun Rechnung tragen. “Speziell im Hinblick auf die Sortimente werden wir dies konsequent umsetzen und auch lokale Spezialitäten wie Labskaus, Finkenwerder Scholle oder Hamburger Aalsupp anbieten“, erklärt dazu Stefan Magel. Zudem fügt der Geschäftsführer Vertrieb und Marketing von Penny hinzu, dass das neue Konzept das lokale, nachbarschaftliche Einkaufserlebnis mit den gewohnt günstigen Penny-Preisen vereinen werde.

Constantin Dudzik (l.) und Carsten Fillinger überzeugen Penny (Foto: Scholz & Friends)

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Doch zunächst wird im Hamburger Markt getestet, wo die Repositionierung der Penny-Filialen mit Funk, Print, digitalen CRM-Maßnahmen und PR begleitet wird. Außerdem kommen Plakate zum Einsatz, die einen direkten Bezug zu dem jeweiligen Stadtviertel herstellen sollen. Auf der Reeperbahn lautet der Slogan: „Die günstigsten Anlaufstellen auf dem Kiez: Cindy, Mandy und Penny.“ Ob das auch bei hartgesottenen St. Paulianern ankommen wird, muss sich zeigen. ejej

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