Peinliche Panne Wie Regisseur Michael Bay Samsung die Show vermasselte

Dienstag, 07. Januar 2014
Printwerbung für UHD-TV-Geräte
Printwerbung für UHD-TV-Geräte

Die Idee war gut, die Ausführung dagegen eine totale Katastrophe: Für die Präsentation seiner neuen Ultra-HD-Fernseher auf der Consumer Electronics Show 2014 in Las Vegas (CES) hatte Samsung mit Michael Bay ein echtes Hollywood-Schwergewicht verpflichtet. Doch dem Filmemacher, der bei Kinoerfolgen wie "Transformers", "Armageddon" und "Pain & Gain" Regie führte, fiel gestern zu den Samsung-Geräten mit dem gewölbten Bildschirmen partout nichts ein - und flüchtete von der Bühne. Eigentlich hätte es Michael Bay nicht besonders schwer fallen dürfen, ein paar wohlwollende Worte über Samsungs neue UHD-Fernseher zu verlieren, bieten die Geräte mit den gewölbten Bildschirmen laut Unternehmensangaben doch ein "völlig neues Bilderlebnis" und zahlreiche neue Anwendungen und Inhalte. Doch als Samsungs US-Chef eine Zwischenfrage stellte und dann auch noch der Teleprompter seinen Geist aufgab, verlor der Filmemacher völlig den Faden, geriet ins Stottern und trat schließlich den Rückzug an, was den Samsung-Manager ziemlich ratlos zurückließ.

Für den Samsung -Konzern, der in Deutschland mit Regisseur Wim Wenders sehr gute Erfahrungen gemacht hat, ist die Panne extrem ärgerlich. Der koreanische Elektronikriese nutzt die 2013 eingeführten UHD-Geräte als Alleinstellungsmerkmal und will damit seine Innovationskraft unter Beweis stellen. Wie wichtig dem Konzern das Produktsegment ist, zeigt auch die Werbeoffensive im TV: Die von Stammbetreuer Cheil Worldwide entwickelten TV-Spots und Anzeigenmotive für die Geräte werden seit August 2013 nahezu ununterbochen geschaltet.

Kai Hillebrandt, Vice President Consumer Electronics bei Samsung Electronics, will mit den UHD-TV-Gerätem auch 2014 weiter wachsen. "Die Kombination unserer gewölbten Displays mit UHD-Bildqualität bietet unseren Kunden zutiefst beeindruckendes TV-Erlebnis", verspricht der Maager. Mit den neuen Smart-TV-Geräten wolle Samsung "den Handel und Konsumenten begeistern", so Hillebrand weiter. Das ist auch nötig. Denn der Gewinn ist bei dem koreanischen Konzern im 4. Quartal massiv eingebrochen. In der Zeit von Oktober bis Dezember verdiente Samsung "nur noch" 5,7 Milliarden Euro - knapp ein Fünftel weniger als noch im dritten Quartal. Als Gründe werden unter andrerem der scharfe Wettbewerb genannt. Laut Medienberichten hatte Samsung im Jahr 2013 die Rekordsumme von 14 Milliarden US-Dollar in Werbung investiert. mas
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