"PC vs. Mac"-Kampagne Microsoft dreht den Spieß herum

Dienstag, 12. August 2014
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Jahrelang hat Apple seinen Intimfeind Microsoft mit den "Get a Mac"-Spots verhöhnt. Die legendäre Kampagne, in der Mac-Darsteller Justin Long seinen PC-Gegenspieler John Hodgman rund machte, wurde vor rund vier Jahren eingestellt. Jetzt schlägt Microsoft zurück. Der Software- und Hardwarehersteller aus Redmond hat gleich drei Spots für sein Tablet Surface Pro 3 gestartet, die den iKonzern aus Kalifornien alles andere als gut aussehen lassen. Dass Microsoft gerade jetzt gegen Apple schießt, hat einen guten Grund: Ende August kommt in Deutschland das neue Surface Pro 3 auf den Markt. Das Gerät soll sich nicht nur gegen das iPad von Apple durchsetzen, sondern sogar im Revier der Großen wildern: "Das Tablet, das Ihren Laptop ersetzen kann" lautet der Spruch, mit dem der Konzern sein jüngstes Device bewirbt.

Wenn es um das Ersetzen geht, hat Microsoft freilich vor allem die Laptops von Apple im Visier. Daher tritt das Surface Pro 3, das hierzulande in der günstigsten Variante 799,- Euro kostet, in den üblicherweise von Crispin Porter & Bogusky entwickelten Surface-Commercials auch nicht gegen ein iPad an, sondern gegen ein MacBook Air mit 13-Zoll-Display. Die Botschaft von Microsoft ist klar: Aufgrund von Ausstattungsmerkmalen wie dem abnehmbaren und beschreibbaren Display, den USB-Anschlüssen für externe Geräte, dem 4-GB-Arbeitsspeicher sowie Programmen wie Adobe Photoshop und Windows-Office kann das Surface Pro 3 nicht nur mit dem Macbook Air mithalten - nein, es ist sogar nutzerfreundlicher und dem Apple-Konkurrenzprodukt damit überlegen.

Ob die Zielgruppe Microsoft die Botschaft abkauft, bleibt abzuwarten. Vor allem weil der Vergleich etwas hinkt: So hat Maclife herausgefunden, dass Konsumenten für das Surface Pro 3 aus dem Spot etwa 100 Euro mehr hinblättern müssen als für das Macbook Air. Vor dem Hintergrund, dass Apple im Hardwarebereich anders als Microsoft traditionell für Premium steht und daher auch immer ein Preispremium durchsetzen konnte, dürfte es für Microsoft schwer werden. mas
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