Otto-Chef Hans-Otto Schrader „Wir Händler brauchen keinen Change, sondern eine Revolution“

Montag, 07. November 2016
Hans-Otto Schrader
Hans-Otto Schrader
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Was haben Zeitschriftenverleger und Händler gemeinsam? Dieser Frage ging Hans-Otto Schrader, Vorstandschef der Otto Group, in seiner Keynote auf dem VDZ Publishers‘ Summit nach. Und ließ auch durchblicken, was ihn an der Medienberichterstattung über den Handel gelegentlich nervt.
„Traditionsreiche Unternehmen werden im derzeit gängigen Narrativ der Medienwahrnehmung gerne als ,Co‘ bezeichnet“, bemerkt Schrader. „Amazon, Zalando & Co“, so beschreibe die Presse gerne die Zukunft des Handels. Dabei werde der stationäre Einzelhandel der bedeutendste Vertriebskanal bleiben, so der Otto-Chef. Doch Internet, Big Data und das Smartphone hätten das Konsumverhalten disruptiv verändert. „Diese Veränderungen verlangen von uns Händlern keinen Change, sondern eine ebenso grundlegende Revolution: Weg vom Vertriebskanaldenken, hin zu Omni-Channel-Konzepten. Weg von der Angebots-, hin zur ganzheitlichen Markendenke. Weg von Me-too, hin zu emotional differenzierenden Geschäftsmodellen – und das alles bei schneller Adaption neuer Technologien." Das verändere auch das Verhältnis zwischen Verlagen und Händlern, die früher nur Anzeigenkunden, Grossisten oder Auftraggeber von Druckerzeugnissen waren. Heute dagegen stünden beide vor ähnlichen Herausforderungen der digitalen Transformation, etwa, den Zugang zum Kunden zu definieren, bevor es Google und Co tun. Sorry: Google, Amazon, Facebook und Apple. „Verlage wie Händler versuchen entlang der Wertschöpfungskette von Content, Community und Commerce Geschäft zu machen und treten dabei im Wettbewerb zuweilen gegeneinander an“, so Schrader.

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So erziele die Otto Group mittlerweile über 90 Prozent ihres 2,5-Milliarden-Euro-Umsatzes online, über 30 Prozent davon mobile. „Mit Katalogen werben wir, solange es sich noch lohnt“, sagt Schrader nüchtern. Und beim E-Commerce kooperiere Otto durchaus mit anderen großen Playern, auch mit den Wettbewerbern Amazon und Zalando. „Ein schönes Frenemy-Verhältnis!“, stellt der Handelsmanager eine weitere Parallele zur Verlagsbranche fest: „Wir kämpfen ebenso wie Sie im Content-Bereich für Waffengleichheit bei Themen wie Besteuerung, Sozialstandards oder Datennutzung.“ rp
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