Otelo Günter Netzers Erfolgsbilanz für Vodafones Zweitmarke / Ex-Kicker im Interview

Montag, 08. September 2014
Fußballlegende Günter Netzer im aktuellen Otelo-Spot
Fußballlegende Günter Netzer im aktuellen Otelo-Spot
Foto: Otelo/Youtube
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Günter Netzer o.tel.o Vodafone Marcello Maggioni


Im Februar dieses Jahres konnte Otelo den vierten Geburtstag seines zweiten Lebens als Einstiegsmarke für die Konzernmutter Vodafone feiern. Nun hat Marcello Maggioni, Geschäftsführer Consumer Business Vodafone, auf der Berliner IFA eine erste Erfolgsbilanz der gelungenen Marken-Reinkarnation präsentiert. Mehr als eine Million Kunden hat Otelo mittlerweile und einen guten Teil des Erfolgs ist Markenbotschafter Günter Netzer zu verdanken. Netzer zeigte dann auch prompt auf der Ifa, warum er für Otelo so wertvoll ist.
Otelo, das 2010 als Ergänzungsmarke für den Prepaid-Markt startete, hat sich aus Sicht der Konzernmutter zu einem wichtigen zweiten Standbein entwickelt, sagt Maggioni: "Otelo wird erwachsen. Aber bei jeder erwachsenen Marke muss man aufpassen, dass man nicht die Essenz verliert, die die Marke eigentlich ausmacht." Deshalb investiert die Marke nicht nur in den Ausbau der Markenshops und den Ausbau des eigenen Tarifangebots, sondern hält auch weiterhin den Werbedruck bei der Kampagne mit Günter Netzer hoch. Der 69-jährige Ex-Fußballer und TV-Promi hat in der im Juli gestarteten neuen Markenkampagne die Selbstveralberung noch eine Stufe weiter getrieben und sich unter anderem in den Schaukasten eines Rotlichtviertels gesetzt. Eine Szene des von Geometry Global kreierten Spots, die ihm beim Shooting als angenehmere Episode der Kampagnenproduktion in Erinnerung geblieben ist: "Dieser Spot hat mich bei einigen Einstellungen total an meine Grenzen geführt. Aber die Szene mit den Damen hätte gerne noch etwas länger dauern dürfen."

Auch Maggioni honoriert die Einsatzbereitschaft seines Markenbotschafters: "Nicht nur wir, sondern auch Günter ist mit diesem Spot ein Risiko eingegangen. Aber das Ergebnis ist ein Spot der Erwartungshaltungen durchbricht und die klare Botschaft unserer Netzqualität vermittelt. So muss gute Werbung sein." Auf dem Presse-Event konnte HORIZONT Günter Netzer auch einige direkte Fragen stellen:

Sie reihen sich in eine Gruppe der prominenten Fußballer und Ex-Fußballer ein, die erfolgreich für Marken werben. Aber anders als bei den Markenauftritten Ihrer Kollegen gibt es in ihrer Arbeit für Otelo nie einen Bezug zum Thema Fußball. Ist das von ihnen so gewollt?
Nein, es gab durchaus Vorschläge von der Agentur, die sich in diese Richtung bewegt haben. Das haben wir uns angesehen und mussten dann allerdings sagen, dass das nicht so gut funktioniert hätte, wie die aktuell laufende Kampagne. Denn wenn man als Person für eine Marke wirbt, geht es nicht um die eigenen vergangenen Leistungen. Entscheidend ist, dass man den eigenen Charakter rüberbringt und die Verbindung zwischen der eigenen Authentizität und dem Werbepartner verdeutlicht.

Das klingt ein wenig so, als ob Sie sich nicht mehr primär über Ihre Laufbahn im deutschen Fußball definieren wollen.
Dass man sich an mich als Fußballspieler erinnert, ist gut und sehr schön. Wenn ich auch manchmal den Eindruck habe, das meine Leistungen immer größer werden, je länger sie her sind. Natürlich wird da auch immer glorifiziert. Seitdem habe ich auch andere Dinge sehr erfolgreich getan. Was sich in der ganzen Zeit nicht verändert hat, ist meine Persönlichkeit. Und deshalb soll sie auch die Kampagne prägen.

Ein wichtiger Teil Ihrer Persönlichkeit ist ja gerade, dass Sie auch vor der Kamera pointiert und sicher argumentieren können. Warum geben Sie ausgerechnet in der Kampagne für Otelo den großen Schweiger?
Das Schweigen ist ja gerade der schönste Teil an dieser Zusammenarbeit! Ich habe in meinem Leben immer gewusst, was ich kann. Aber genauso gut weiß ich, was ich nicht kann. Und für Schauspielern bin ich der denkbar ungeeignetste Mensch. Mein Geschäft vor der Kamera ist die Fußballsprache. Große Reden gehören da nicht dazu. cam
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