#OpelGoesGrumpy Rätselraten um Opels Social-Media-Stänkereien

Freitag, 04. November 2016
Auf Facebook liefert Opel selbst einen Hinweis auf Grumpy Cat
Auf Facebook liefert Opel selbst einen Hinweis auf Grumpy Cat
© Screenshot facebook.com/OpelDE
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Seit gut einem Tag verbreitet Opel auf Twitter und Facebook keine Infos zum Unternehmen oder zur Marke, sondern pöbelt und stänkert, was das Zeug hält. Fast könnte man meinen, die Accounts seien gehackt worden - doch vermutlich steckt eine Marketing-Aktion dahinter.
Los ging es am 3. November mit dem Tweet und Facebook-Post "Hi, meine Lieben, wie geht’s euch denn heute so? Mir. Doch. Egal." Wie bitte? Diesen Ton ist man von Opel nicht gewohnt. Dass das ganze kein einmaliger Ausrutscher war, zeigte sich in den folgenden Stunden. Ein fieser Tweet nach dem anderen wurde über den Account abgesetzt, in den Beiträgen regieren Sarkasmus und Ironie. Zur gestrigen Effie-Verleihung, bei der Opel eine bronzene Auszeichnung für die Astra-Kampagne "Ärgert die Oberklasse" bekam, fiel den Opel-Twitterern ein: "In der Schule gab es für die dummen Schüler auch oft Trostpreise. Glückwunsch".
Jeder Tweet wurde mit dem Hashtag #OpelGoesGrumpy versehen. Sogar Opel-CMO Tina Müller schaltete sich in die Diskussion ein und drohte mit Konsequenzen für die Urheber.
Auf Twitter sorgten Opels Stänkereien für mächtig Spaß und Wirbel. Einige Nutzer vermuteten, der Account sei gehackt worden. Allein: Das ganze scheint kein Unfall, sondern ein Marketing-Gag zu sein. Denn die erste, die den Hashtag #OpelGoesGrumpy verwendete, war Opels Chefmarketerin selbst. "Profis am Werk: @ellenvunwerth fotografiert @RealGrumpyCat und @georgiamjagger für #Opel-Kalender. #OpelGoesGrumpy", twitterte Tina Müller am 26. Juli als Ankündigung des neuen Opel-Kalenders für das Jahr 2017. Eine der Hauptfiguren darin ist die wohl berühmteste Katze der Welt "Grumpy Cat".
Und so liegt die Vermutung nahe, dass die Twitter-Aktion etwas mit dem bevorstehenden Launch des Opel-Kalenders zu tun hat. Mindestens genauso spannend ist jedoch die Frage, ob wir hier die erste Arbeit von einem der neuen Agenturpartner des Rüsselsheimer Autobauers erleben: Opel hatte kürzlich die Agentur Dojo für die Arbeit am unternehmenseigenen Kalender verpflichtet. Die freche Tonailtät der Opel-Tweets auf Twitter würde jedenfalls gut zu den Berliner Kreativen passen.

Einen weiteren Hinweis liefert die Facebook-Seite von Opel: Das Titelbild der Seite zeigt das Elektromodell Ampera, das ab dem kommenden Jahr verfügbar sein soll. Durchbrochen wird das Bild von: Grumpy Cat. Opel wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Thema äußern.

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