Opel PSA Group und GM bestätigen Kaufgespräche

Dienstag, 14. Februar 2017
Wird Opel von PSA Peugeot Citroën übernommen?
Wird Opel von PSA Peugeot Citroën übernommen?
Foto: Opel

Der französische Autohersteller PSA Peugeot Citroën erwägt Medienberichten zufolge eine Übernahme der General-Motors-Tochter Opel. Die französische Nachrichtenagentur AFP zitierte am Dienstag einen Unternehmens-Sprecher, PSA "erkunde die Möglichkeit, Opel zu übernehmen".
Noch ist nichts in trockenen Tüchern. Aber nach derzeitigem Stand gibt es zwischen GM und Peugeot Gespräche über die Zukunft von Opel. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, PSA, zu dem französischen Konzern gehören die Marken Peugeot, Citroën und DS, habe Interesse an der Übernahme der Europasparte des US-Autobauers General Motors.
Am späten Nachmittag haben General Motors und PSA Group die Sondierung bestätigt. Man überprüfe regelmäßig im Rahmen der bestehenden Kooperation - die bisher drei Projekte in Europa umfasst - eine Ausdehnung der Synergien. Man erwäge zahlreiche strategische Initiativen zur Verbesserung der Rentabilität und der operativen Effizienz, "darunter eine mögliche Übernahme von Opel  und Vauxhall durch PSA". Eine Vereinbarung könne in den kommenden Wochen zustande kommen, hieß es. Allerdings könnten die Gespräche auch noch scheitern.

Die deutsche Traditionsmarke mit dem Blitz als Logo gehört seit fast 90 Jahren zu GM.

Opel war auch im vergangenen Jahr nicht wie geplant aus den roten Zahlen herausgekommen. GM meldete für sein Europageschäft im vergangenen Jahr ein Minus von 257 Millionen Dollar (rund 240 Millionen Euro). Im Jahr zuvor hatte das Minus noch bei über 800 Millionen Dollar gelegen. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, der Opel seit seinem Amtsantritt im März 2013 mit neuen Modellen und neuer Designsprache wieder Richtung Erfolg rührt, hatte den Brexit und den Verfall des britischen Pfundes dafür verantwortlich gemacht. Bei den Neuzulassungen meldete das Kraftfahrt-Bundesamt im Januar bei Opel ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei Peugeot eine Steigerung von 22,3 Prozent. dpa/mir
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