Opel Der mögliche Verkauf an PSA spaltet Deutschland

Dienstag, 21. Februar 2017
Opel dürfte bald einen neuen Eigentümer haben
Opel dürfte bald einen neuen Eigentümer haben
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Opel PSA Transaktion General Motors Karl-Thomas Neumann


Der mögliche Verkauf von Opel an PSA spaltet die deutschen Autokäufer. Während 34 Prozent der Befragten diesen ablehnen, bewerten 28 Prozent die Transaktion positiv. Das geht aus einer Umfrage des Nürnberger Marktforschungsunternehmens Puls hervor, die HORIZONT vorliegt.
Vor allem bei den jüngeren Teilnehmern der Umfrage stößt ein möglicher Verkauf der Rüsselsheimer Traditionsmarke auf Zustimmung. 40 Prozent der unter 30-Jährigen befürworten eine Übernahme von Opel durch den französischen PSA-Konzern. Für Konrad Weßner ist das Ergebnis eine Überraschung. "Angesichts der langjährigen Verbindung zwischen General Motors (GM) und Opel war das insgesamt eher gespaltene Meinungsbild und die mehrheitlich sogar positive Bewertung des Opel-Verkaufs durch Jüngere eher nicht zu erwarten", sagt der Puls-Geschäftsführer. 
Vor allem Frauen möchten, dass Opel bei GM bleibt.
Vor allem Frauen möchten, dass Opel bei GM bleibt. (© Puls)
Während Opel-Chef Karl-Thomas Neumann in einem Brief an die Mitarbeiter für den Verkauf an PSA wirbt, gibt es bei den Autokäufern eine Tendenz für den Verbleib von Opel im GM-Konzern - wenn man diese direkt nach der bevorzugten Lösung befragt. Hier sprechen sich 40 Prozent für die Fortsetzung des Status Quo aus, 31 Prozent präferieren die Eingliederung in den PSA-Konzern.
81 Prozent der Autokäufer haben von dem möglichen Verkauf von Opel an PSA gehört.
81 Prozent der Autokäufer haben von dem möglichen Verkauf von Opel an PSA gehört. (© Puls)
Unstrittig ist dagegen, dass Autodeutschland über das Schicksal von Opel diskutiert. Das Thema wird nicht nur in der Branche stark diskutiert, sondern eben auch auf Seiten der Kunden wahrgenommen. Vier von fünf Autokäufern haben von den GM-Absichten gehört, erklärt die Studie. Das muss aber nicht zwangsläufig etwas schlechtes bedeuten, findet Weßner. "Opel hat sicherlich noch eine Menge Aufklärungsarbeit zum bevorstehenden Eigentümerwechsel vor sich, trifft tendenziell aber auf überraschende Offenheit insbesondere bei jüngeren Autokäufern." mir
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