OoH-Kampagne Wie Twitter die US-Wahl für Eigenwerbung nutzt

Dienstag, 01. November 2016
Die Plakate thematisieren unter anderem gesellschaftliche Probleme
Die Plakate thematisieren unter anderem gesellschaftliche Probleme
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Twitter hat zuletzt eher durch schleppende Verkaufsgespräche und Massenentlassungen von sich reden gemacht. Nun will das Unternehmen den Endspurt im US-Präsidentschaftswahlkampf nutzen, um wieder mit Inhalten auf sich aufmerksam zu machen. Dabei verwendet Twitter - man höre und staune - Out-of-Home als Werbeträger.
Auf den inhouse kreierten Plakaten, die in den Großräumen New York, Los Angeles und San Francisco zu sehen sind, nutzt Twitter das wohl stärkste Symbol, das dem 140-Zeichen-Dienst zur Verfügung steht: Den Hashtag. Dieser wird auf den Motiven kombiniert mit Bildern zu Themen, die den US-Wahlkampf bestimmen. So sieht man auf einem Plakat mehrere Waffen, ein anderes zeigt zwei schwarze, ineinanderverschlungene Hände. Weitere Motive thematisieren die Homoehe, Umweltschutz, Abtreibungen und Einwanderung. Ein erstes Motiv, das bereits vor einigen Wochen in New York platziert wurde, zeigte lediglich die Konterfeis der beiden Präsidentschaftskandidaten Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump.
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Mit der Kampagne will sich Twitter offensichtlich als die Plattform Nummer 1 für Echtzeit-Kommunikation positionieren. Diesen Status hatte Twitter lange Zeit gepachtet, bis Facebook mit seiner Livestreaming-Funktion um die Ecke kam. Der US-Präsidentschaftswahlkampf scheint dafür die optimale Gelegenheit zu sein, lassen die beiden Kandidaten doch kaum eine Gelegenheit aus, um für Gesprächsstoff zu sorgen. Außerdem geht es Twitter wohl darum, wieder mehr mit Inhalten auf sich aufmerksam zu machen. Zuletzt machte das Unternehmen eher mit dem Abbau von rund neun Prozent der aktuell rund 3900 Arbeitsplätze, der Schließung von Vine und der bislang erfolglosen Suche nach einem Käufer von sich reden.
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"Je weniger man sagt, desto mehr kommuniziert man", erklärt Jayanta Jenkins, Global Group Creative Director bei Twitter, die auf das Wesentliche reduzierte Machart der Kampagne. Aber warum gerade Out of Home? Gegenüber "Adweek" konkretisiert Jenkins: "Denken Sie an 'Think Different' von Apple. Ich denke Out of Home ist ein wunderbarer und starker Weg, um Tech-Marken menschlich zu machen." Für Twitter eigne sich das Medium, um die Menschen dazu zu bringen, von ihren Mobilgeräten aufzuschauen und an die Gespräche zu erinnern, die auf Twitter stattfinden. ire
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