Ogilvy Frankfurt Coca-Colas poetische Mineralwasser-Inszenierung

Freitag, 12. Dezember 2014
Spot-Szene: Mix aus klassischer Malerei und modernster Animationstechnik
Spot-Szene: Mix aus klassischer Malerei und modernster Animationstechnik
Foto: Ogilvy & Mather
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Ogilvy Tagliafierro Coca-Cola Stephan Vogel


Dieser Spot wird für Kontrast in Europas Werbeblöcken sorgen: Mit poetischen Bildern für die Mineralwassermarken aus dem Hause Coca-Cola feiert Ogilvy & Mather Frankfurt ein Revival der akademischen Malerei aus dem 19. Jahrhundert - aufgepeppt durch moderne Animationstechnik.
Kenner der Animationsszene dürften die in der Kampagne verwendeten Bilder bereits erkannt haben. Sie stammen von dem italienischen Künstler Rino Stefano Tagliafierro, der Anfang des Jahres mit seinem Kurzfilm "Beauty" für Aufsehen sorgte. In Slow-Motion erweckt der Mailänder darin klassische Kunstwerke unter anderem von William Adolphe Bouguereau und Albert Bierstadt zum Leben und bringt Bewegung in die Motive: Wasserfälle fangen an zu plätschern, eine Mutter senkt den Kopf, um ihr Kind zu küssen. Sequenzen daraus, aber auch eigens für die Kampagne produzierte Bilder sind nun im neuen Spot "Untouched" zu sehen. Ogilvy erzählt darin in ruhigen, fast schon hypnotischen Bildern unberührter Landschaften und Porträts von Kindern von der Faszination reinen Wassers. Die Technik und der "Ausdruck der Reinheit" in Tagliafierros Arbeit habe perfekt zur Kampagnenidee gepasst, so Ogilvy-Kreativchef Stephan Vogel gegenüber HORIZONT Online. Aus diesem Grunde sei sein Team auf den Italiener, der schon für die Modehäuser Bulgari und Kenzo Werbespots drehte, zugegangen. Dieser sei von der Zusammenarbeit auch gleich begeistert gewesen.

Reinheit - genau darum geht es bei dem Auftritt, mit dem Ogilvy die Wassermarken des Getränkeriesen in 23 Ländern Zentral-, Ost- und Südeuropas neu positionieren will. Er soll die Coke-Produkte "selbstbewusst und selbstverständlich" als das präsentieren, was sie sind - 'nur' Wasser. "Das wichtigste, kostbarste, ursprünglichste und reinste aller Getränke", so die Agentur.

Den Anfang macht Ende Dezember der oben zu sehende Spot für die rumänische Wassermarke Dorna. Er dient quasi als kommunikativer Rahmen, mit der die Werbung der regionalen Wassermarken Cokes vereinheitlicht werden soll. Ein zweiter Clip für Dorna, ein laut Vogel "klassischer Bewegtbild-Film", ist fast fertig und soll Anfang 2015 gelauncht werden. Auch in Märkten wie Österreich, Italien (Lilia), Ungarn (Natur Aqua), Polen (Kropla), Serbien (Rosa), Bulgarien (Bankia), Tschechien (Bonaqua) wird die Kampagne sichtbar, angepasst an die dort vertriebenen Mineralwassermarken von Coke. Die Musik steuerte Pearls in Frankfurt unter der Federführung von Geschäftsführer Christian Schneider bei.

In den heimischen TV-Werbeblöcken kommt die Kreation allerdings nicht zum Einsatz. Im deutschen Markt ist Coca-Cola mit den Wassermarken Vio und Bonaqua vertreten. Ihr Werbeauftritt bleibt unverändert. jm
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