Offizieller Bundesliga-Ball Derbystar wird Nachfolger von Adidas

Montag, 24. April 2017
DFL SE-Chef Jörg Daubitzer hat einen neuen Ball-Partner für die DFL gefunden
DFL SE-Chef Jörg Daubitzer hat einen neuen Ball-Partner für die DFL gefunden
Foto: DFL

Ab der Saison 2018/19 kommt der offizielle Spielball der Fußball-Bundesliga nicht mehr von Adidas: Künftig stellt Derbystar das Spielgerät für Neuer, Aubameyang und Co. Der offizielle Spielball wird in allen Spielen der Bundesliga und 2. Bundesliga, in den Relegationsspielen, in denen die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga ein Heimspiel haben, sowie im Supercup eingesetzt. Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ist auf vier Jahre angelegt, wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) mitteilt.
"Mit Derbystar haben wir einen Partner gewonnen, der seit langer Zeit für höchste, von den Clubs und Spielern anerkannte Produktqualität steht. Darüber hinaus schätzen wir das internationale Vertriebsnetz, über das das Unternehmen zusammen mit der Mutterfirma Select Sport verfügt", sagt Jörg Daubitzer, Geschäftsführer der für Vermarktung zuständigen DFL-Tochter DFL Sports Enterprises.
Derbystar war bereits in der Vergangenheit auf zahlreichen Plätzen vertreten, als der Auftrag zur Herstellung des Bundesliga-Spielballs noch nicht zentralisiert ausgeschrieben wurde. Erstmals tauchte die Marke in der Spielzeit 1970/71 auf der Bundesliga-Bühne auf. In der Saison 1979/80 wurden sogar alle 306 Bundesliga-Begegnungen mit den Bällen aus dem Hause Derbystar ausgetragen.

"Mit der Rückkehr in die Bundesliga und 2. Bundesliga unterstreichen wir unsere starke Position im Markt und die sehr positive Unternehmensentwicklung der letzten Jahre", sagt Andreas Filipovic, Geschäftsleitung Verkauf & Sponsoring von Derbystar. "Wir haben unseren Umsatz seit 2010 verdoppelt. Die Präsenz in der Bundesliga und 2. Bundesliga wird unsere Marke weiter stärken“, ergänzt Joachim Böhmer, in der Derbystar-Geschäftsleitung für Marketing und Einkauf zuständig. Das Unternehmen stellt auch in den Fußball-Ligen in den Niederlanden, Finnland, Schweden, Island, Dänemark und Belgien die offiziellen Spielbälle. Zudem hat Derbystar zu Beginn des Jahres einen Deal mit der Handball-Bundesliga erzielt.
DFL-Chef Christian Seifert
Bild: Serviceplan

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Aktuell rollt noch das Modell "Torfabrik" von Adidas durch die Bundesliga-Stadien. Der Sportartikler aus Herzogenaurach stellt seit 2010 das Spielgerät der Bundesliga-Profis. An dem Pitch für die Spielzeiten 2018/19 bis 2021/22 hat Adidas nicht mehr teilgenommen: "Unsere offenen und vertrauensvollen Gespräche mit der DFL haben zu dem Ergebnis geführt, dass wir unsere langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit nach dem Auslaufen des derzeitigen Vertrages über die Saison 2017/18 hinaus nicht fortführen werden", teilt ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage von HORIZONT Online mit.

Stattdessen wolle sich Adidas "noch stärker auf Kooperationen mit den international führenden Vereinen und jungen, aufstrebenden Spielern konzentrieren." Zudem habe die Marke durch ihre Spielball-Kooperationen mit den Verbänden Fifa und Uefa nach wie vor eine hohe Sichtbarkeit. "Selbstverständlich werden wir unsere Partnerschaft mit der DFL auch in der kommenden Saison professionell leben. Dennoch möchten wir uns bereits heute für das langjährige Vertrauen bedanken", wie der Adidas-Sprecher weiter erklärt.
„Selbstverständlich werden wir unsere Partnerschaft mit der DFL auch in der kommenden Saison professionell leben.“
Adidas-Sprecher
Komplett abgeschlossen ist die Suche der DFL allerdings noch nicht: Die Liga hatte zu Beginn des Jahres die Ausschreibung zweier Spielball-Pakete angekündigt. Neben dem offiziellen Spielball sucht die Liga derzeit auch einen Partner für das "Fanball"-Paket. Dieses beinhaltet das Recht zur Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Bewerbung von Merchandising-Bällen, welche nicht das Design des Offiziellen Spielballs aufweisen, jedoch Bundesliga Marken-Signets verwenden dürfen. Die Vergabe dieses Pakets soll in einem zweiten Schritt erfolgen. ire
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