Offiziell Puma und Signal Iduna steigen bei Borussia Dortmund ein

Donnerstag, 21. August 2014
Puma und Borussia Dortmund vertiefen ihre Beziehung (Bild: Puma)
Puma und Borussia Dortmund vertiefen ihre Beziehung (Bild: Puma)


Nun ist es bestätigt: Puma wird Anteilseigner beim deutschen Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Die Herzogenauracher wollen bis zu fünf Prozent am Grundkapital des BVB erwerben. Weitere Verpflichtungserklärungen zum Aktienerwerb gibt es von Hauptsponsor Evonik und von Signal Iduna, das zudem das Namenssponsoring der Dortmunder Heimspielstätte bis 2026 verlängert. Der Deal soll Borussia Dortmund knapp 114 Millionen Euro einbringen. Insgesamt will der BVB über eine Kapitalerhöhung 24,6 Millionen neue Aktien zum Bezugspreis von 4,66 Euro je Aktie ausgeben, wie es in einer Ad-Hoc-Mitteilung auf der Vereinswebsite heißt. Die drei Partnerunternehmen haben sich verpflichtet, 17,6 Millionen neue Anteile zu übernehmen. Wie die Dortmunder erklären, wollen sie 40 Millionen Euro aus den Bruttoemissionserlösen in die Rückzahlung von Schulden stecken. Nach dem vor Kurzem bekannt gegebenen Einstieg von Evonik verfügt die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA damit über drei namhafte Anteilseigner - genau wie der große Rivale FC Bayern. Bei den Münchnern besitzen sowohl Adidas, Audi und die Allianz Aktien.

Puma war bereits als Ausrüster bis 2020 an den BVB gebunden und hatte erst kürzlich öffentlich Interesse an einem Einstieg bei dem Bundesligisten bekannt. Dass dies nun Wahrheit wird, dürfte dem angeschlagenen Sportartikler vor allem dabei helfen, sich wieder stärker als Sportmarke zu positionieren. Aus der selben Motivation heraus hatte Puma kürzlich die Markenkampagne "Forever Faster" gestartet, nach Unternehmensangaben die größte Puma-Kampagne aller Zeiten. Zudem dürfte Puma auf Synergieeffekte im Ausland schielen, denn Borussia Dortmund setzt verstärkt auf internationale Expansion. Jüngster Schritt: Die Eröffnung eines Büros in Singapur.

"Es ist beeindruckend, was der BVB in den letzten Jahren sportlich und wirtschaftlich geleistet hat", sagt Puma-CEO Björn Gulden. "Wir freuen uns, die Zusammenarbeit mit dem Verein nicht mehr nur als Ausrüster, sondern erstmals auch als Anteilseigner fortzusetzen, um gemeinsam unsere Ziele zu erreichen. Als einer der absoluten Spitzenclubs in Deutschland und Europa ist der BVB der perfekte Partner für Puma, um die Sichtbarkeit unserer Marke national und international weiter zu erhöhen."

Signal Iduna sieht in der Partnerschaft ebenfalls viele positive Effekte für die eigene Marke: "Wir profitieren durch die weitere Steigerung der Markenbekanntheit und die sehr positiven Vertriebsimpulse, die wir durch das Aktieninvestment noch verstärken wollen", so Ulrich Leitermann, Vorstandsvorsitzender der Signal-Iduna-Gruppe. "Borussia Dortmund wird als emotional sehr positiv aufgeladenes Unternehmen auch dank seiner Strahlkraft national und international ein veritabler Partner sein", sagt BVB-Chef Hans-Joachim Watzke. "Der BVB wiederum profitiert nicht nur rein ökonomisch von den geschlossenen Allianzen, sondern freut sich auch auf eine intensive gemeinsame Netzwerkarbeit im In- und Ausland." ire
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