Oculus Rift Ab sofort können VR-Fans die Oculus-Brille vorbestellen - auch in Deutschland

Donnerstag, 07. Januar 2016
So sieht das endgültige Rift-Headset aus
So sieht das endgültige Rift-Headset aus
Foto: Oculus Rift
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Bisher überließ der VR-Pionier Oculus Rift die Bühne weitgehend seinem Technologiepartner Samsung. Ab sofort kann auch das Endkonsumenten-Modell Rift vorbestellt werden. Der Preis und der konkrete Verkaufsstart blieben bis zuletzt das Geheimnis der Facebook-Tochter. Jetzt ist klar: Das Paket wird 599 US-Dollar kosten und soll ab April verkauft werden. In Europa wird Oculus Rift für 699 Euro verkauft.
Die erste Stufe der Pre-Sales-Kommunikation hat Oculus auch schon gezündet: Um positive Mundpropaganda zu bekommen, erhalten die 7000 Kickstarter-Unterstützer der ersten Stunde das Modell in einer Special Edition geschenkt. Klar ist nun auch, wie das Angebotsbündel am Anfang aussehen wird: Statt der eigentlich geplanten Handsteuerung Oculus Touch werden die Käufer einen X-Box-One-Controller sowie zwei Computerspiele kostenlos erhalten. Das wirft zumindest die Frage auf, auf welchen Endgeräten die VR-Plattform letztlich laufen soll. Bisher galt angesichts der technischen Anforderungen an die Grafik-Hardware als ausgemacht, dass auf absehbare Zeit keine Konsolen geplant seien. Da Sony sein eigenes Gaming-Ökosystem mit Morpheus klar in Richtung VR positioniert, liegt es für Microsofts Gaminggeschäft nahe, den Schulterschluss zwischen X-Box und Oculus zu suchen.
Die nur teilweise Präsentation auf dem offiziellen Pressetermin während der CES in Las Vegas zeigt zudem, dass sich der Hersteller bewusst Zeit lässt, um die Vorfreude und damit auch die Kaufbereitschaft der Fans möglichst hoch zu treiben. Offiziell sprach das Unternehmen von einem Launch im Frühjahr 2016. Wirklich ernst mit dem Verkaufsstart wird es nun erst im April - weitere Verzögerungen nicht ausgeschlossen. Einen großen Zeitdruck dürfte Oculus bei diesem Thema auch kaum spüren. Weder HTC noch Sony haben bis jetzt verbindliche Termine für ihren Verkaufsstart genannt. Und bis zum Launch des eigenen High-End-Produkts kann Oculus darauf vertrauen, dass Samsung mit seiner preisagressiven Galaxy Gear VR das Trendthema VR in der Öffentlichkeit lebendig hält.

Das Umsatzergebnis des koreanischen Modells sorgt derzeit für gute Laune in der Gesamtbranche. Das auf die Galaxy-Smartphone-Modelle maßgeschneiderte Brillenmodell fand im amerikanischen Handel reißenden Absatz. Für 2016 hat die Technologie-Beratung Future Source einen Absatz von weltweit rund 8,5 Millionen VR Headsets prognostiziert. cam
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