OWM-Umfrage Unternehmen investieren mehr in die Werbung

Donnerstag, 12. November 2015
OWM-Chefin Tina Beuchler
OWM-Chefin Tina Beuchler
Foto: Nestlé

Im kommenden Jahr will die Mehrheit die Mitgliedsunternehmen der OWM mehr Geld für Werbung ausgeben. Das zeigt die aktuelle Mitgliederbefragung, die OWM-Chefin Tina Beuchler am Mittwoch in Berlin präsentiert.
Die Stimmung in der Branche ist gut. Das liegt an der Kauflust der Kunden, am guten Konsumklima und an der Ausgabefreudigkeit vieler Unternehmen bei der Werbung. Die gute Laune war auch gestern bei der Advertisers' Night im Berliner Radialsystem zu spüren, die traditionell die OWM-Fachtagung eröffnet und die vom 20. Geburtstag der Organisation geprägt war. Themen wie die Debatten um fehlende oder nicht ausreichende Werbewirkungsnachweise oder wer wen bei Geschäften über den Tisch zieht, spielten am Abend allenfalls am Rande eine Rolle. Das wird heute auf der Konferenz etwas anders sein. Dann geht es ums Geschäft. Um Transparenz, um Big Data und wie man überhaupt die digitale Transformation erfolgreich gestaltet. "Winning in the digital Reality" heißt das Motto mit dem Untertitel "Perspektiven für das Marketing der Zukunft"
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Die Ausgangslage für das kommende Jahr ist nicht schlecht. Die OWM-Mitgliedsunternehmen wollen 2016 weiter in die Werbung investieren. Über die Hälfte plant, im kommenden Jahr die Ausgaben zu steigern. Im vergangenen Jahr war es nur ein Drittel gewesen. Nur knapp ein Fünftel der Teilnehmer will weniger ausgeben. Das geht aus der aktuellen Mitgliederbefragung hervor, mit der die OWM das Forum traditionell eröffnet.

Was der Geldsegen für die einzelnen Gattungen konkret bedeutet, verrät die Studie nicht. Aber man muss kein Prophet sein, um zu behaupten, dass die digitalen Kanäle, und hier vor allem Mobile, in den Kommunikationsstrategien der Firmen weiter zulegen dürften. Die gute Stimmungslage zeigt sich auch an anderer Stelle: 57 Prozent erwarten für 2016 eine gute, 41 Prozent eine befriedigende gesamtwirtschaftliche Lage. Dieser Optimismus lässt sich auch an einem weiteren Punkt ablesen. Über ein Drittel rechnet 2016 mit steigenden Umsätzen. Rund die Hälfte (49 Prozent) erwartet gleichbleibende Erlöse. Lediglich 14 Prozent rechnen mit rückläufigen Zahlen. "Damit bleiben die Prognosen zwar unter der Umsatzentwicklung des laufenden Jahres, kündigen aber eine deutlich stabile Entwicklung an", sagt OWM-Frontfrau Beuchler.
Joachim Schütz, OWM
Bild: Hoffotografen

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Doch es gibt für die Werbungtreibenden Herausforderungen, die es zu lösen gilt. Werbewirkung und Währungsstandards gehören für die OWM-Mitglieder ohnehin seit Jahren zu den Dauerbrennern. An erster Stelle stehen für 2016 jedoch Transparenz im Mediageschäft und das Megathema digitale Transformation. Warum das so ist, erklärt vielleicht eine Kluft, welche die Befragung aufzeigt: Zwar sagen 95 Prozent der über 100 Mitgliedsunternehmen, dass sie ihrem Dienstleister vertrauen. Gleichzeitig vermissen aber 41 Prozent der Befragten Einblicke in die Arbeitsweise und das Abrechnungsmodell ihrer Agentur. Nur 16 Prozent erklären beispielsweise, dass sie geeignete Reportings zu Real Time Advertising und Programmatic Advertising erhalten.

Für Joachim Schütz ist das Votum der Mitglieder ein Arbeitsauftrag. "Um den Missstand zu beheben, arbeitet bei der OWM derzeit eine Taskforce Transparenz an verschiedenen Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem die Überarbeitung der Musterverträge, die Nachschärfung des Code of Conduct sowie Workshop-Angebote für unsere Mitgliedsunternehmen", sagt der OWM-Geschäftsführer. Vielleicht wird das aber allein nicht ausreichen. Es braucht den Willen aller Marktpartner. "Wir müssen die Probleme gemeinsam lösen", sagte Beuchler in ihrer kurzen Begrüßung. Es ist ein Aufruf zum konstruktiven Dialog. Davon gab es am Abend einige. mir
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