Datenschutz Der große Aufstand gegen die E-Privacy-Verordnung

Mittwoch, 29. November 2017
Die OWM erhebt sich gegen E-Privacy
Die OWM erhebt sich gegen E-Privacy
© Thomas Rosenthal

Der größte Moment kommt ganz zum Schluss. Die Branche erhebt sich gegen die E-Privacy-Verordnung. Bei der Fachtagung der OWM stehen Vorstand und Gäste gemeinsam gegen die drohende Verschärfung des Datenschutzes auf.
Digitale Disruption mal anders. Als Moderator Wolfram M. Kons die Gäste der 22. OWM-Fachtagung gleich zu Beginn der Konferenz auffordert, sich gemeinsam ins Wlan einzuloggen, funktioniert das erst einmal nicht. Man nimmt es mit Humor. Doch dann wird es ernst, vor allem ganz zum Schluss der Eröffnungsrunde, als OWM-Chefin Tina Beuchler auf die E-Privacy-Verordnung zu sprechen kommt. Gemeinsam mit dem Vorstand steht sie auf der Bühne, gemeinsam erheben sich die Gäste der Konferenz von ihren Stühlen.
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"Werbung schafft Arbeitsplätze, Medienvielfalt unterstützt die freie Meinungsbildung", ist auf den Screens im Raum der Alten Heeresbäckerei zu lesen. "Die Bundesregierung ist gefordert, endlich eine starke deutsche Position einzubringen, die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Digitalwirtschaft sichert", sagt Beuchler. Dafür will sich der Kundenverband einsetzen, kämpfen, das Ruder doch noch herumreißen, die drohende Verschärfung des Datenschutzes abzuwenden.

Und das ist nicht das einzige Thema, das die Werbungtreibenden drückt. "Wie können wir Menschen in einer komplexen und disruptiven Welt überhaupt noch erreichen?", fragt sich nicht nur Beuchler.  Der Kunde kaufe heute anders ein und auch nicht immer das, was er schon immer gekauft habe. "Deshalb hat derjenige Erfolg, dem es gelingt, sich seinem Kunden noch mehr anzunähern", sagt Beuchler. Nur das wird ohne Daten eben nicht möglich sein. 

Zumal es immer mehr Wege gibt, um mit Menschen in Kontakt zu treten. Um so wichtiger wird es zu prüfen, ob die Kommunikation wirkt, den erhofften Erfolg erzielt oder ob die Botschaft in der Flut von Bildern und Texte untergeht. Sicher ist dagegen für Beuchler etwas anders, und das wird nicht jedem der Gäste gefallen. "Auf dem ganz klassischen Weg wird das Werben und Wirken schwieriger".  Weil sich Menschen stärker als je zuvor im Netz informieren. Filme und Serien auf Netflix gesehen werden. Und immer mehr Influencer in der Kommunikation an Bedeutung gewinnen. Leichter, so die Botschaft, wird die Arbeit im Marketing in den kommenden Jahren nicht. Aber sie bleibt spannend. mir
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