OWM-Chefin Beuchler "Wir brauchen einen konzertierten Approach"

Donnerstag, 19. September 2013
Tina Beuchler (l.) forderte bei der Dmexco eine konvergente Mediawährung
Tina Beuchler (l.) forderte bei der Dmexco eine konvergente Mediawährung


Tina Beuchler, Chefin der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM), bekräftigt die Aussagen des am Dienstag veröffentlichten Thesenpapiers der Werbungtreibenden. "Wir brauchen einen konzertierten Approach bei der Konvergenz", sagte die hauptamtliche Media-Chefin von Nestlé auf der Dmexco. In dem Thesenpapier fordern die Werbungtreibenden unter anderem eine Weiterentwicklung der Währung und Wirkungsanalysen unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA). Beuchler kritisiert denn auch die Einzellösungen, die die verschiedenen Gattungen in den vergangenen Monaten präsentiert haben.
Matthias Dang, Chef des RTL-Vermarkters IP Deutschland, ist dagegen ein Verfechter des Wegs der kleinen Schritte. Erst müssten Lösungen für die Gattungen her, die dann übergreifend weiterentwickelt werden können. So wünscht er sich mehr Zustimmung der Werbungtreibenden zum Vorstoß der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), die daran arbeitet, integrierte Bewegtbildreichweiten auszuweisen. Beuchler hält den Weg für falsch. "Wir glauben, dass wir uns gemeinsam zu einer Endvision bewegen müssen und nicht jeder einzeln", plädiert sie für ein frühzeitiges Zusammensetzen von Agenturen, Kunden und Vermarktern.

Zudem kritisiert sie am AGF-Ansatz, dass wichtige Onlineplayer wie Googles Youtube nicht dabei sind. Zwar steht der AGF-Ansatz jedem offen, Google hat sich bislang jedoch mit dem Verweis auf eigene Lösungen herausgehalten. Auch Uli Kramer, Geschäftsführer von Pilot, hält Ansätze wie den der AGF für suboptimal: "Das sind politisch motivierte Einzellösungen", kritisiert er die Initativen der einzelnen Gattungen. pap
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