OK Go und Ogilvy Wie aus 4,2 Sekunden Filmmaterial eines der besten Musikvideos des Jahres wird

Freitag, 25. November 2016
Und Action: In "The One Moment" geschehen 318 einzelne Events
Und Action: In "The One Moment" geschehen 318 einzelne Events
Foto: OK Go
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Ogilvy Morton Salt Musikvideo


Sie haben es wieder getan: Die US-amerikanische Indie-Band OK Go gehört seit dem großartigen One-Shot-Musikvideo "Here It Goes Again" vor sieben Jahren zu den sicheren Garanten für atemberaubende filmische Choreografien. Den erneuten Beweis tritt die Kombo nun mit ihrem Clip zum Song "The One Moment" an, das Ergebnis einer Kooperation mit der US-Salzmarke Morton Salt und der Agentur Ogilvy. Der Clou: Das ganze Video besteht nur aus 4,2 Sekunden Filmmaterial.
In dieser kurzen Zeit entstand das bis ins kleinste Detail geplante filmische Chaos, mit dem sich OK Go nach einem Dreh in völliger Schwerelosigkeit und einer absurden Tanzperfomance wieder einmal selbst übertreffen. In den 4,2 Sekunden passiert so viel, dass das Material zu einem knapp vierminütigen Musikvideo taugt, ohne langweilig zu werden. Immer neue Details fallen ins Auge, die Superzeitlupe (abgespielt wird das Video in bis zu 200-fach verlangsamter Geschwindigkeit) trägt ihr Übriges zur Wirkung des bombastischen Films bei. Insgesamt geschehen innerhalb der kurzen Zeit 318 einzeln choreographierte Events, in Gang gesetzt von digital gesteuerten Auslösern. Sieben Kameras kamen dabei zum Einsatz.
Wie in der Vergangenheit - OK Go kooperierten bereits mit Chevrolet, Honda und der russischen Airline S7 - ist auch dieses Mal wieder ein Werbungtreibender an Bord. Die traditionsreiche amerikanische Marke Morton Salt fragte an, ob sich die Band die künstlerische Einbindung ihres Kernprodukts in ein Musikvideo vorstellen könnte - gesagt, getan. Hintergrund: Das Unternehmen startete jüngst eine Social-Kampagne für mehr gesellschaftliches Engagement. Message: Ein einziger Moment reicht aus, um einen Unterschied zu machen. Der Kampagnenslogan #WalkHerWalk ist eine Anspielung auf das in den USA bekannte Morton-Markenlogo, ein spazierendes Mädchen mit gelbem Regenmantel und Schirm. Deren Rolle übernimmt zum Ende des Musikvideos OK Go-Sänger Damian Kulash, Jr., der übrigens auch Regie führte.
Bei der Konzeption des Videos arbeitete OK Go zudem mit der Agentur Ogilvy zusammen. Die Produktion übernahm Park Pictures, die visuellen Effekte steuerte Artjail bei. Die Arbeit wird im Netz bereits belohnt: Der Clip im offiziellen OK Go-Youtube-Kanal wurde nach nicht mal 15 Stunden bereits rund 1,5 Millionen Mal angesehen. fam
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