Nielsenzahlen Unternehmen erhöhen den Werbedruck

Dienstag, 15. Oktober 2013
Die Zeichen stehen im Werbemarkt wieder auf leichtem Wachstum
Die Zeichen stehen im Werbemarkt wieder auf leichtem Wachstum
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Werbedruck Nielsenzahl Dirk Reinbothe Deutschland P&G


So langsam macht sich die stabile Konjunktur auch beim Werbedruck bemerkbar. Im dritten Quartal investierten die Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 5,9 Milliarden Euro 2,3 Prozent mehr. Seit Januar sind damit nach Nielsen brutto 18,4 Milliarden Euro in die Werbung geflossen. Das ist ein Plus von 0,8 Prozent. Damit stehen die Zeichen wieder auf leichtem Wachstum. Ob das so bleibt, wird sich aber erst in den kommenden Wochen zeigen. Immerhin steht mit dem Weihnachtsgeschäft ein wichtiger Umsatztreiber in vielen Branchen vor der Türe. Dennoch: Wie in den Vormonaten profitieren nicht alle Gattungen von den erhöhten Bruttoinvestitionen. Bei den Fachzeitschriften (300 Millionen Euro) und den Tageszeitungen (3,3 Milliarden Euro) steht mit Rückgängen von 3,3 Prozent beziehungsweise 10,1 Prozent weiter ein Minus in den Büchern. Ebenfalls noch nicht im Plus sind die Publikumszeitschriften. Doch hier könnte sich eine Trendwende andeuten. Zumindest meldet Nielsen hier für das dritten Quartal Zuwächse von 1,8 Prozent. Dadurch mildert sich das Gesamtminus auf 1,7 Prozent und 2,5 Milliarden Euro ab.

Lässt man die Rabatte außen vor, sind auch Kino und Out-of-Home mit zweistelligen Wachstumsraten gut unterwegs. Radio legt um 4,7 auf 1,1 Milliarden Euro zu und Online gewinnt bei den Umsätzen 2,2 Prozent hinzu. "Der Trend zu digitalen Werbeformen ist ungebrochen. Dies sehen wir nicht zuletzt auch in unserer mobilen Werbestatistik, die für Januar bis September ein Wachstum von über 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet", erklärt Dirk Reinbothe, Director AIS Germany bei Nielsen. Gattungsprimus bleibt aber weiterhin TV. Bei rund 8 Milliarden Euro liegen die Bruttowerbeeinnahmen der Branche. Das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent. 

Trotz der nach wie vor schwächelnden Autokonjunktur in Deutschland stehen die Autobauer mit einem Druck von 1,2 Milliarden Euro an der Spitze des Branchenrankings. Zu den werbestarken Branchen gehört auch wieder die Pharmaindustrie. Insgesamt erhöhten die Unternehmen den Druck für die rezeptfreien Arzneimittel um knapp 16 Prozent auf 560 Millionen Euro. Stärkster Werbungtreibender mit 374 Millionen Euro ist erneut Procter & Gamble. mir
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