Nielsen Volkswagen fährt in der Werbung ein hohes Tempo

Montag, 26. September 2016
Volkswagen hält den Werbedruck hoch
Volkswagen hält den Werbedruck hoch
Foto: Volkswagen
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Allen globalen Unsicherheiten zum Trotz: Die Unternehmen halten hierzulande den Werbedruck weiter hoch. 18,3 Milliarden Euro im Zeitraum Januar bis August 2016 bedeuten ein Plus von 5,4 Prozent.
Die Acht-Monats-Bilanz von Nielsen erzählt verschiedene Geschichten. Beispielsweise die von der hohen Attraktivität von Mobile. Nach den aktuellen Zahlen haben die Unternehmen nach den offiziellen Preislisten hier satte 68 Prozent mehr investiert. Damit stehen auf der Habenseite aktuell rund 280,5 Millionen Euro. Das ist im Vergleich zum Primus TV noch wenig, zeigt aber die ungebremste Dynamik, mit der Unternehmen hier derzeit Gelder hineinpumpen. Die TV-Sender stehen aktuell bei 8,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 7,5 Prozent.
Eine andere Geschichte ist nach den Bruttozahlen die Stabilität bei Print.  Die Magazine sind mit rund 2,1 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Ähnliches gilt für die Fachtitel mit 264 Millionen Euro. Die Zeitungen hingegen melden mit 3 Milliarden gar ein Plus von fast 5 Prozent. Das ist bemerkenswert. Denn die nächste Geschichte erzählt, wie Aldi weiter bei den täglichen Blättern den Druck reduziert, vor allem um auch das junge TV-Engagement zu finanzieren. Fast 44 Millionen Euro hat der Discountriese hier weniger investiert. Doch damit steht er nicht alleine. Für Media-Saturn meldet Nielsen ein Minus von rund 22 Millionen. Bei Lidl fehlen 10,5 Millionen.

Die Top- und Flop-Spender in Fachzeitschriften von Januar bis August 2016

FirmaMEUR+/- EUR VJ
Ford1,2761.076
Hyundai0,9578.240
KWS Lochow0,9442.039
Skoda0,5429.279
Volkswagen1,1311.612
MAN0,2-417.125
MCM Klosterfrau0,0-422.739
Johnson + Johnson0,2-522.208
Bayer2,4-782.338
Daimler AG2,1-1.215.619
Quelle: Nielsen

Zu den treuen Printwerbern zählt in diesem Jahr Norma. Fast 13 Millionen Euro hat der Discounter mehr ausgeben, die Telekom immerhin fast 8 Millionen. BMW nutzt Print vor allem, um fürs Jubiläumsjahr zu trommeln. Die Folge: Eine Steigerung von 5,2 Millionen Euro.

Stärkster Werbungtreibender ist einmal mehr Procter & Gamble. Um starke 63 Prozent hat der Konsumgüterkonzern seine Spendings erhöht - auf über 505 Millionen Euro. Die noch spannendere Geschichte aber erzählt weiterhin VW. Trotz Dieselgate agiert die Marke wie in den vergangenen Monaten äußerst offensiv. Um fast 21 Prozent auf 158 Millionen Euro hat die wichtigste Marke im Volkswagen-Konzern den Werbedruck erhöht. Ein großer Batzen dürfte dabei auf die EM-Sondermodelle entfallen.

Das VW-Tempo macht sich auch an anderer Stelle bemerkbar. Werbestärkste Branche sind weiterhin die Autobauer. 1,1 Milliarden Euro haben Audi, BMW, Opel und Co bislang in diesem Jahr investiert. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 3,3 Prozent. Knapp dahinter mit etwas mehr als einer Milliarde Euro liegen die E-Commerce-Unternehmen. Platz drei belegen im Branchenranking Online-Dienstleister wie Flirtportale, die auf rund 933 Millionen Euro kommen. mir
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