Nielsen Vodafone, Procter & Gamble und Volkswagen heizen den Wettbewerb an

Freitag, 18. März 2016
Vodafone hat seine Werbeausgaben hochgefahren
Vodafone hat seine Werbeausgaben hochgefahren
Foto: Vodafone Deutschland

Die Werbungtreibenden in Deutschland investieren wieder mehr für Kommunikation. Laut Nielsen haben die Unternehmen in den ersten beiden Monaten brutto 4,2 Milliarden Euro in Werbung investiert. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 7,2 Prozent. 

Trotz der globalen Unsicherheiten sind die Deutschen nach wie vor in Konsumlaune. Das ist ein Grund, warum die Unternehmen derzeit den Werbedruck hochhalten. Und davon profitieren aktuell nahezu alle Mediengattungen.

Die Brutto-Werbeeinnahmen der Medien von Januar bis Februar 2016

Quelle: Nielsen
Nach wie vor im Trend ist Mobile. Um rund 52 Prozent wachsen hier die Spendings auf knapp 44 Millionen Euro. TV legt um fast zehn Prozent zu und steht aktuell bei brutto 1,9 Milliarden Euro. Fast gleich stark legen Out of Home (plus 17,7) und Kino (plus 17,5) auf 246 Millionen beziehungsweise 18,2 Millionen zu. Radio spielt derzeit in den Mediaplänen auch eine stärkere Rolle. 14,2 Prozent haben die Unternehmen hier mehr investiert im Vergleich zum Vorjahr, insgesamt 134 Millionen Euro. Ein Plus melden auch die Zeitungen. Fast 726 Millionen Euro stehen für eine Zunahme von 5,1 Prozent. Bei den Fachzeitschriften fällt das Wachstum mit fast 11 Prozent auf 67,4 Millionen Euro noch deutlicher aus. Mit einem leichten Minus von 0,6 Prozent (505 Millionen Euro) stehen die Magazine nahezu stabil. Die Gattung Internet schwächelt in der Nielsen-Analyse dagegen mit einem Minus von 2,45 Prozent und 407 Millionen Euro.

Die Top-20-Spender von Januar bis Februar 2016 in Deutschland

Quelle: Nielsen
Von den Top-20-Unternehmen heizt Vodafone den Wettbewerb besonders an. 28,1 Millionen Euro hat der Kommunikationsriese von Januar bis Ende Februar ausgegeben, ein Plus von fast 120 Prozent. Zum Vergleich: Telekom Deutschland hat die Ausgaben nach den reinen Preislisten nur um 8,7 Prozent erhöht. Stark unterwegs sind beispielsweise auch Procter & Gamble (plus 50 Prozent) und Volkswagen (plus 46,1 Prozent), dabei hat der Wolfsburger Autobauer hierzulande noch nicht einmal seine neue Markenkampagne anlaufen lassen. Auf der Bremse stehen dagegen unter anderem Unilever (minus 34,3 Prozent), L’Oréal (minus 10,5 Prozent) und die Media-Saturn-Holding (minus 7,7 Prozent). Spannend ist dabei, wie die Unternehmen in den einzelnen Kanälen agieren. Lidl beispielsweise gehört zu den Firmen, die bei den Zeitungen am stärksten investiert haben. Um 2,3 Millionen Euro hat der Discounter im Vergleich zum Vorjahr seine Ausgaben erhöht. Ganz anders die Situation im TV. Hier hat der Discounter, der 2015 im Fernsehen massiv präsent war, nach den Bruttozahlen 5,2 Millionen Euro aus dem Markt genommen. Kein Einzelfall: Ebenfalls ist Unister auf dem Spartrip. Die Mutter von Marken wie Ab-in-den-urlaub.de und Fluege.de hat bei TV rund 6,3 Millionen Euro eingespart. mir

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