Nielsen Unternehmen halten Werbedruck hoch

Freitag, 13. Februar 2015
Die Kampagne für den Opel Corsa sorgt für Impulse
Die Kampagne für den Opel Corsa sorgt für Impulse
Foto: Opel

Trotz der unsicheren politischen Wetterlage halten die Unternehmen den Werbedruck hoch. Rund 1,9 Milliarden Euro brutto haben die Werbungtreibenden im Januar investiert. Das ist ein Plus von 4 Prozent.
Nach den offiziellen Preislisten der Medienunternehmen ist das ein ordentlicher Start ins neue Jahr. Die ungebrochene Konsumlust der Deutschen aufgrund der niedrigen Sparzinsen macht auch Unternehmen in ihrer Gesamtheit spendabler, jedenfalls wenn man mal Rabatte und Sondervereinbarungen außer Acht lässt. Doch nicht jedes Unternehmen hält den Werbedruck hoch. Von den Top 20-Unternehmen kommen sieben Firmen derzeit mit weniger Investment aus, darunter so klangvolle Namen wie Beiersdorf (-23,8 Prozent), Volkswagen (-11,7 Prozent) und Telekom (-17,4 Prozent).
Ebenfalls auf der Bremse steht Procter & Gamble. Der Konsumgüterriese ist mit fast 28 Millionen Euro brutto immer noch die Nummer 1 in Deutschland, hat seine Spendings aber dennoch gegenüber Januar 2014 um 3 Prozent reduziert. Dagegen macht sich bei Opel schon jetzt die Corsa-Kampagne bemerkbar. Um satte 150 Prozent haben die Rüsselsheimer den Druck erhöht (16,3 Millionen Euro).

Für die Medien bedeutet das: Die Zeitungen stehen im Vergleich zum Vorjahr mit 349 Millionen Euro nahezu stabil da (-0,4 Prozent). Für die Publikumstitel gilt mit einem Plus von 0,6 Prozent und 279 Millionen Euro nahezu das Gleiche. Dagegen leiden die Fachzeitschriften. Hier meldet Nielsen ein Minus von 10 Prozent (29,6 Millionen Euro). Einbußen gibt es auch bei Radio (-5,1/118 Millionen Euro) und Internet (-1,7/196 Millionen Euro).

Ganz anders stellt sich die Lage bei Mobile dar. Hier spiegelt sich die zunehmende Bedeutung des Kanals wider, wenn auch nach wie vor auf niedrigem Niveau. 12 Millionen Euro haben die Unternehmen hier investiert. Das ist gegenüber Janaur 2014 ein Plus von fast 67 Prozent. Stark zugelegt hat auch Kino mit 61,2 Prozent (8,8 Millionen Euro). Out of Home kommt auf rund 104 Millionen Euro und wächst damit um 16,1 Prozent. Primus aber ist und bleibt TV. Knapp 800 Millionen Euro stehen für ein Plus von 8,7 Prozent. mir
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