Nielsen Unister und Lidl heizen Werbemarkt an

Mittwoch, 19. August 2015
Szene aus dem aktuellen TV-Spot von Lidl "Griechische Woche"
Szene aus dem aktuellen TV-Spot von Lidl "Griechische Woche"
Foto: Screenshot
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Werbemarkt Lidl Unister Ab-in-den-urlaub.de Media-Saturn


Die sommerliche Hitze in den vergangenen Wochen macht den Werbungtreibenden nichts aus. Sie steigerten bis Ende Juli Ihre Spendings um 2,2 Prozent auf brutto 15,3 Milliarden Euro. Das hat Nielsen gerade errechnet.
Damit setzen die Unternehmen weiterhin auf die Kauflaune der Deutschen. Nach wie vor zeigt sich das Konsumklima stabil, trotz der wachsenden globalen Unsicherheiten. Vor allem zwei Unternehmen halten derzeit besonders den Druck hoch. Lidl setzt weiterhin auf eine kontinuierliche Präsenz in den Medien und hier besonders in TV. Um 36,5 Prozent hat der Discounter den Werbedruck insgesamt erhöht. Zum anderen Unister. Der E-Commerce-Spezialist ist derzeit unter anderem mit seinen Töchtern ab-in-den-urlaub.de und fluege.de Dauergast in den Werbeblöcken der TV-Sender. Ebenfalls gut dabei ist die Media-Saturn-Holding, die den Werbedruck um fast 12 Prozent erhöht hat.

Die Top 20 Werbungtreibenden von Januar bis Juli 2015

Quelle: Nielsen
Insgesamt haben von den Top 20-Unternehmen nur sechs ihre Investitionen in die Medien reduziert. Bei den Top 50-Branchen weist Nielsen nur bei 19 ein Minus aus, darunter allerdings der wichtige Lebensmitteleinzelhandel. Edeka, Rewe und Co haben den Werbedruck um etwas mehr als 16 Prozent verringert. Insgesamt haben die Händler seit Januar 2015 rund 530 Millionen Euro in die Werbung gesteckt. Das Ranking der Top-Investoren-Segmente wird wie gehabt von den Autobauern angeführt. Mit 964 Millionen Euro haben die Hersteller wie Audi, Mercedes und BMW nahezu die gleiche Summe investiert wie im Vorjahr. Rasant am Wachsen sind weiterhin Online-Dienstleistungen, zu denen Nielsen unter anderem die Dating-Portale zählt. Hier haben die Marktforscher ein Plus von rund 31 Prozent errechnet (729 Millionen Euro).

Von den vermehrten Bruttoausgaben profitieren nahezu alle Gattungen. Prozentual am stärksten wächst wie in den vergangenen Monaten Mobile. 141,1 Millionen Euro stehen für ein Plus von 58,3 Prozent. Gattungsprimus ist weiterhin TV. Um 4,5 Prozent legen die Sender nach den offiziellen Preislisten und ohne Sondervereinbarungen zu (7 Milliarden Euro). Mit einem Plus von 11,7 Prozent wächst Kino zweistellig. Out of Home legt um 7,1 Prozent zu.  Radio, Internet und die Fachzeitschriften sind stabil. Leichte Probleme haben im Sommer dagegen die Zeitungen, die 1,1 Prozent zum Vorjahr verlieren und trotzdem 2,5 Milliarden Euro erlösen. Die Publikumstitel schwitzen noch etwas mehr und müssen ein Minus von 3,7 Prozent (1,8 Milliarden Euro) verkraften. mir
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