Nielsen Procter & Gamble treibt Brutto-Werbemarkt 2016

Mittwoch, 18. Januar 2017
Die Zentrale von Procter & Gamble in Cincinnati
Die Zentrale von Procter & Gamble in Cincinnati
Foto: P&G
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Nielsen P&G Schwalbach Pampers VW Media-Saturn Media-Markt


2016 haben die Werbungtreibenden in Deutschland brutto 30,9 Milliarden Euro investiert. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von rund 5 Prozent. Das zeigen die Bruttowerbemarkt-Zahlen von Nielsen. Werbestärkstes Unternehmen ist - wenig überraschend - Procter und Gamble mit 867 Millionen.
Eines kann man getrost feststellen: Trotz der gestiegenen globalen Unsicherheiten haben die Unternehmen hierzulande zumindest nach den offiziellen Preislisten ihren Werbedruck weiter ausgebaut. Die Jahresbilanz von Nielsen zeigt mit fast 31 Milliarden Euro ein Wachstum von rund 5 Prozent. Allen voran Procter & Gamble geht weiter in die Vollen: Der Konsumgüterriese mit Sitz in Schwalbach hat seine Spendings um satte 62 Prozent hochgeschraubt. Das bedeutet Platz 1 im Ranking der Top-20-Spender, das Nielsen exklusiv für HORIZONT erstellt.

Die Top 20 Werbespender des Jahres 2016

Quelle: (Nielsen)
Allein im TV hat der US-Konzern für Marken wie Always, Pampers und Braun die Ausgaben um fast 313 Millionen Euro erhöht. Damit zählt P&G zu den fünf Unternehmen, die in dem Kanal ihre Ausgaben am stärksten erhöht haben. Stark unterwegs ist hier übrigens auch Amazon, das im Vergleich zum Vorjahr rund 48 Millionen draufgepackt hat und nun bei 175 Millionen Euro steht. Aber auch bei den Magazinen ist Procter gut unterwegs. Hier meldet Nielsen ein Wachstum von fast 12 Millionen Euro. Zu den Überraschungen des Jahres gehört dagegen VW. Schwer geschüttelt vom Abgasskandal, bleiben die Wolfsburger in der werblichen Kommunikation in der Offensive. Fast 10 Prozent mehr als 2015 hat der Autobauer investiert und schafft damit als einziger Autohersteller den Sprung unter die Top 20. Auf der Bremse stehen dagegen vor allem Media-Saturn, Lidl und Unilever. Allein bei den Zeitungen haben Media-Markt und Saturn über 40 Millionen aus dem Markt genommen, bei Lidl sind es ebenfalls fast 20 Millionen. Trotzdem weist Nielsen für die Zeitungen am Ende des Jahres mit brutto 4,8 Milliarden Euro ein Plus von fast 4 Prozent aus. Gattungsprimus bleibt wie gehabt TV. Hier stehen fast 15 Milliarden Euro in den Büchern - ein Plus von rund 7 Prozent. Und was sich im Jahresverlauf abgezeichnet hatte, bestätigt sich auch in der Endbilanz: Mobile ist der größte prozentuale Gewinner in 2016. Die Werbung auf Smartphones, Tablets und Co wächst um 72,4 Prozent auf 518 Millionen Euro. mir
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