Nielsen Procter & Gamble, Amazon und Check 24 sind die Treiber des Bruttowerbemarktes

Mittwoch, 21. Dezember 2016
Die Zentrale von Procter & Gamble in Cincinnati
Die Zentrale von Procter & Gamble in Cincinnati
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Der Werbemarkt legt bis Ende November um knapp 5 Prozent auf rund 27,7 Milliarden Euro zu. Das zeigen die aktuellen Zahlen von Nielsen. Procter & Gamble, Amazon.de und Check 24 gehören dabei zu den ausgabenfreudigsten Unternehmen.
2016 geht langsam zu Ende und es dürfte für den Werbemarkt ein gutes Jahr werden - rein nach den offiziellen Preislisten. In ihrer jüngsten Statistik weisen die Marktforscher von Nielsen bis Ende November 27,65 Milliarden Euro an Bruttospendings aus. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 4,8 Prozent.

Die Top 20 Werbespender von Januar bis November 2016

Quelle: Nielsen
Damit halten die Werbungtreibenden weiterhin den Druck hoch. Allen voran Procter & Gamble. Der Schwalbacher Konsumgüterriese hat bislang fast 770 Millionen Euro investiert und damit 62,2 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Vor allem im TV ist der deutsche Ableger des US-Konzerns stark unterwegs. Hier stehen über 665 Millionen Euro in den Büchern. Aber auch bei den Magazinen gehört P&G zu den fünf Unternehmen, die hier am stärksten den Werbedruck erhöht haben. 30 Millionen hat das Dickschiff bei den Publikumstiteln investiert. Fast 140 Millionen Euro hat auch Amazon im TV gelassen. Das ist ein Plus von deutlich über 43 Millionen Euro. Check24 dagegen gehört zu den fünf Unternehmen, die im Kino am stärksten den Druck erhöht haben - von fast Null auf 1,5 Millionen Euro. Ebenfalls mit einem zweistelligen Wachstum unterwegs sind Ferrero und Volkswagen.

Insgesamt haben von den Top 20 Unternehmen, die Nielsen exklusiv für HORIZONT  ermittelt,  acht ihren Werbedruck verringert. Darunter fallen besonders Media-Saturn, Unilever und Lidl ins Gewicht. Der Elektronikriese hat besonders stark bei den Zeitungen Geld aus dem Markt genommen. Gegenüber dem Vorjahr fehlen hier laut Nielsen 36 Millionen Euro. Lidl dagegen spart unter anderem bei TV. Hier melden die Marktforscher ein Rückgang um 33,5 Millionen Euro. Trotzdem bleibt unter Strich TV mit 13,3 und einem Plus von 6,4 Prozent Gattungsprimus. Am stärksten legt - und das ist wenig überraschend - Mobile zu. Kaum ein Unternehmen, das darauf verzichtet. Der Kanal weist folglich ein Plus von rund 73 Prozent und aktuell rund 460 Millionen Euro auf.  Das wird sich bis Ende Dezember noch weiter erhöhen. mir
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