Nielsen Mobile geht weiter durch die Decke

Montag, 18. Mai 2015
Digitale und vor allem mobile Werbung fachen den Werbemarkt an
Digitale und vor allem mobile Werbung fachen den Werbemarkt an
Foto: Rangizzz/Fotolia
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Werbedruck Deutschland Procter & Gamble Sparkurs Lidl


Nach den Bruttozahlen von Nielsen steigt der Werbedruck hierzulande weiterhin leicht an. Bis Ende April kletterten die Spendings auf 8,8 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 1,3 Prozent.

Die Brutto-Werbeumsätze von Januar bis April 2015

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  Damit bleibt der Werbemarkt in leicht frühlingshafter Stimmung. Davon profitieren allerdings nicht alle Medien, wie ein Blick auf die Nielsen-Zahlen zeigt. Wie in den vergangenen Wochen wächst Mobile auf niedrigem Niveau weiter explosionsartig an. Um 68 Prozent auf 69,4 Millionen Euro steigen hier die Investitionen, allein im April kamen fast 21 Millionen hinzu. Ebenfalls deutlich zweistellig wächst Kino. 37,1 Millionen Euro stehen für ein Wachstum von 29,1 Prozent. Kaum überraschend: Branchenprimus bleibt TV mit 4 Milliarden Euro, ein Plus von 2,2 Prozent. Auch Out of Home spielt derzeit in vielen Mediaplänen eine Rolle. Die Folge: Eine Zunahme um 7,1 Prozent auf und 487 Millionen Euro. Stabil stehen die Zeitungen. Bis Ende April haben die Unternehmen hier 1,5 Milliarden Euro investiert. Das entspricht einem Mini-Plus von 0,7 Prozent.  Ein leichtes Minus verzeichnet Online.  Um 0,9 Prozent gingen hier die Investitionen auf 922 Millionen Euro zurück. Noch härter trifft es die Fachtitel mit einem Verlust von 1,4 Prozent (131 Millionen Euro), die Publikumstitel mit einem Rückgang von 2,7 Prozent (1 Milliarden Euro) und Radio mit Minus 2,8 Prozent (512 Millionen Euro).

Stärkster Werbungtreibender in Deutschland bleibt weiterhin Procter & Gamble. Allerdings bleibt der Konsumgüterriese seinem Sparkurs treu. Um knapp drei Prozent auf rund 152 Millionen Euro reduziert das Unternehmen seinen Werbedruck. Weitere sieben Unternehmen aus den Top 20, die Nielsen exklusiv für die Printausausgabe von HORIZONT erhebt, folgen dem Pampers-Hersteller, der nach wie vor sein Markenportfolio straffen will. Ganz anders agiert dagegen Lidl. Der Discounter hat seinen Werbedruck um fast 87 Prozent auf 123 Millionen Euro hochgeschraubt. Allein in TV hat das Unternehmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast 36 Millionen Euro mehr investiert. mir

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