Nielsen Die Werbespending-Bilanz für das 1. Halbjahr 2017 in vier Grafiken

Mittwoch, 19. Juli 2017
VW ist mit Abstand der größte Auto-Spender im 1. Halbjahr - aber mit einigen Kratzern
VW ist mit Abstand der größte Auto-Spender im 1. Halbjahr - aber mit einigen Kratzern
© Volkswagen
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Werbegeschäft Werbungtreibende Nielsen P&G


Der Sommer läuft auf Hochtouren, das Werbegeschäft im 1. Halbjahr 2017 hingegen leicht gebremst. Insgesamt gaben die Werbungtreibenden hierzulande 14,6 Milliarden Euro brutto für Werbung aus. Vor allem die Pkw-Hersteller (minus 5,4 Prozent) haben aber (noch) die Hand an der Bremse und sorgen dafür, dass das Wachstum mit knapp 1 Prozent nur moderat ausfällt. Welche weiteren Erkenntnisse die Halbjahresbilanz bereithält, zeigt HORIZONT Online anhand von vier Grafiken.

1. Die 20 größten Werbungtreibenden

Das sind die Top 20 Werbungtreibenden im 1. Halbjahr
Das sind die Top 20 Werbungtreibenden im 1. Halbjahr (Bild: dfv)
Gewohntes Bild bei den Top-Spendern: Mit weitem Abstand führt Procter & Gamble das Feld der größten Werbungtreibenden an (393,5 Millionen Euro brutto). Es folgen Ferrero (plus 14 Prozent) und L'Oréal (minus 8,1 Prozent). Nach einem deutlichen Plus im Vorjahr kürzt Volkswagen als größter Auto-Spender um satte 12,4 Prozent, auch die Big-Spender Media-Markt-Saturn und Beiersdorf liegen klar im Minus. Hingegen drehen die Lebensmittelhändler auf: Lidl (plus 37,7 Prozent) und Kaufland (plus 97,4 Prozent) treiben den Werbemarkt.

2. Die Gattungen im Vergleich

So haben die unterschiedlichen Gattungen im 1. Halbjahr abgeschnitten
So haben die unterschiedlichen Gattungen im 1. Halbjahr abgeschnitten (Bild: dfv)
Profiteur ist TV, das seinen Höhenflug der vergangenen Jahre auf leicht gebremstem Niveau fortsetzt und mit 1,6 Prozent im Plus liegt. Inzwischen ein gewohntes Bild ist der klare Verlust bei Printerzeugnissen. Und auch bei Online wundert man sich nicht mehr wirklich über das Minus in den Nielsen-Erhebungen. Im ganzen Jahr 2016 betrug der Verlust der Gattung 4,1 Prozent, diesmal sind es minus 3,3 Prozent. Das bedeutet gleichwohl nicht, dass die digitalen Kanäle per se an Relevanz verlieren (die Mobile-Spendings steigen gleichzeitig erneut um fast ein Drittel). Vielmehr ist es Ausdruck einer Verlagerung in digitale Kanäle jenseits von Display - vor allem Search, Programmatic, Social Media.

3. Die 15 Top-Branchen

Das sind die Top-Branchen nach Brutto-Werbespendings
Das sind die Top-Branchen nach Brutto-Werbespendings (Bild: dfv)
Nicht nur VW, auch andere Autobauer standen im 1. Halbjahr auf der Werbebremse. Das führt dazu, dass die Branche anders als in der letztjährigen Halbzeitbilanz mit 852,3 Millionen Euro brutto nur noch auf Rang 2 liegt - hinter E-Commerce (884,3 Millionen) und vor Online-Dienstleistern (738,9 Millionen). Klar im Aufwind, dank Lidl, Aldi, Kaufland: der Lebensmitteleinzelhandel mit einem Plus von 32,1 Prozent.

4. Wer kürzt, wer investiert?

Die Grafik zeigt: Wer kürzte wo und wer investierte wo?
Die Grafik zeigt: Wer kürzte wo und wer investierte wo? (Bild: dfv)
Unterschiedlich könnten zwei FMCG-Unternehmen kaum agieren: Während Coty 34,5 Millionen Euro brutto aus TV herausnahm, investierte Procter & Gamble 66,3 Millionen Euro zusätzlich in das Medium. Stattdessen sparte sich P&G 26,4 Millionen Euro in den von Nielsen unter Online erfassten Kanälen. Ansonsten dominieren die Autobauer die Kürzungs-Hitlisten der einzelnen Gattungen. fam
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