Nielsen Deutscher Werbemarkt startet gut ins neue Jahr / Digitalmarken auf dem Vormarsch

Freitag, 26. Februar 2016
Laut Nielsen ziehen die Werbeinvestitionen in Deutschland auch zu Jahresbeginn weiter an
Laut Nielsen ziehen die Werbeinvestitionen in Deutschland auch zu Jahresbeginn weiter an
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Die Lust der Deutschen am Konsum macht Unternehmen spendabel. Im Januar haben die Unternehmen brutto zwei Milliarden Euro investiert. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von fünf Prozent.
Von der positiven Stimmung in der Werbeindustrie profitieren fast alle Mediengattungen. Nach wie vor ist der Trend zu Mobile ungebrochen. Um 39 Prozent wachsen hier die Investitionen der Unternehmen auf 18,4 Millionen Euro. Noch stärker legt Kino zu, wenn auch auch niedrigem Niveau. Trotzdem bedeuten 10,5 Millionen Euro ein Plus von 53 Prozent. Mit einem Minus starten hingegen die Publikumstitel und die Webwerbung. Während die Magazine knapp 1,1 Prozent einbüßen, meldet Nielsen bei der Internetwerbung einen Verlust von 7,4 Prozent.
Online-Dienstleister lösen die Autobauer als werbestärkste Branche ab
Online-Dienstleister lösen die Autobauer als werbestärkste Branche ab (Bild: HORIZONT)
Online-Dienstleister wie Vergleichsportale und E-Commerce-Unternehmen werben mehr. Das zeigt der schnelle Blick auf das Branchenranking. Hier stehen erstmals seit langem nicht mehr die Autobauer an der Spitze, sondern die Online-Dienstleister wie Flirtportale und Marktplätze. Die Reichweitenstrategie zeigt sich auch beim Abschneiden der E-Commerce-Unternehmen, die es auf Platz 4 schaffen. Jahreszeitlich bedingt rutschen auch die Hersteller von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten unter die Top 5.
E-Commerce-Unternehmen machen Umsatz im Web und setzen in der Kommunikation auf TV
E-Commerce-Unternehmen machen Umsatz im Web und setzen in der Kommunikation auf TV (Bild: HORIZONT)
Dass E-Commerce-Unternehmen auf TV als Instrument zum Reichweitenaufbau setzen ist eine Entwicklung, die nicht neu ist. Besonders stark macht das im Januar aber Kayak. Das Reiseportal erhöht zum Jahresbeginn am stärksten im TV den Werbedruck. Dagegen kürzt Aldi mal wieder stark bei den Zeitungen. Der Gattung schadet das aber insgesamt nicht. Brutto legen die Titel trotzdem um vier Prozent zu.
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Procter & Gamble ist einmal mehr das werbestärkste Unternehmen, Digitalfirmen werden sichtbarer (Bild: HORIZONT)
Werbestärkstes Unternehmen bleibt wie gehabt Procter & Gamble. Doch spannender ist, dass gleich zu Jahresbeginn mit Check 24, Amazon.de  und Trivago drei Digitalmarken es unter die Top 20 schaffen. Und auch das gehört zu den Überraschungen: VW ist mit einem Plus von 15,3 Prozent im Januar stark unterwegs - ohne die neue Markenkampagne, die hierzulande noch nicht angelaufen ist. mir
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