Nielsen-Bilanz Unister, Lidl, Media-Saturn und Ford sind in Werbelaune

Freitag, 18. September 2015
Von den Autobauern gibt Ford am meisten Gas
Von den Autobauern gibt Ford am meisten Gas
Foto: Ford

Normalerweise haben Unister, Lidl, Media-Saturn und Ford nichts gemeinsam. In der Nielsen-Statistik ist das anders. Das Quartett gehört zu den Unternehmen, die bis Ende August besonders stark investiert haben. Die Folge: Der Markt wächst auf brutto 17,2 Milliarden Euro.
Damit hat der Markt nach der Analyse von Nielsen, die auf den offiziellen Preislisten beruht, um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt.  Am stärksten hat unter den Top 20-Unternehmen Unister seine Ausgaben erhöht. Das Leipziger E-Commerceunternehmen investierte satte 142 Prozent mehr und steht aktuell bei 118, 1 Millionen Euro. Unter anderem gehören zum Portfolio des Unternehmens Marken wie Ab-in-den-Urlaub.de, Geld.de und Fluege.de. Im Lebensmitteleinzelhandel macht derzeit vor allem Lidl das Tempo. Der Discounter hat in den ersten acht Monaten des Jahres seine Ausgaben um rund 29 Prozent auf 136 Millionen Euro erhöht. Zweistellige Wachstumsraten weisen zudem Ford mit rund 13 Prozent und Media-Saturn mit 10 Prozent auf. Verhaltener agiert Procter & Gamble, der stärkste Werbungtreibenden in Deutschland. 297 Millionen Euro stehen für ein Minus von 1,4 Prozent. Noch stärker nimmt Unilever Geld aus dem Markt. Bei dem Komsumgüterriesen weist Nielsen ein Minus von 16,1 Prozent aus.

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Quelle:
Stärkste Branche sind einmal mehr die Autobauer. Bis kurz vor der IAA haben Audi, BMW und Co über 1,06 Milliarden Euro investiert. Das entspricht einem Plus von 2,4 Prozent. Und wenn man sich das Produktfeuerwerk auf der Messe mit fast 220 Weltpremieren anschaut, dann dürfte sich an den Zahlen nicht viel ändern. Im Branchen-Ranking auf Platz 2 liegen die E-Commerce-Unternehmen mit 984 Millionen Euro und einem Wachstum von 14,8 Prozent. Während auf Platz 3 die Zeitungs-Werbung rangiert. 857 Millionen Euro bedeuten im Vergleich zum Vorjahr Stabilität. Dagegen legen Online-Dienstleister - dazu zählen unter anderem die Flirt-, Vergleichs- und Jobportale - stark zu. Sie haben ihre Ausgaben bis Ende August insgesamt um rund 30 Prozent auf 828 Millionen Euro gesteigert. Von der aktuellen positiven Stimmung profitieren fast alle Medien. Nahezu alle Gattungen legen zu oder sind zumindest stabil. Lediglich die Magazine verlieren fast 4 Prozent und kommen auf Bruttoumsätze von 2,08 Milliarden Euro. Stärkstes Medium bleibt TV. Bei den Sendern haben die Unternehmen 7,9 Milliarden Euro investiert, eine Steigerung von rund 5 Prozent. Nach wie vor stark am wachsen ist Mobile. Nach wie vor nutzen die Marketingentscheider den Kanal für unterschiedliche Maßnahmen, um weitere Erfahrungen zu sammeln. In Spendings ausgedrückt heißt das: 165 Millionen Euro und ein Plus von 59 Prozent. mir
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