Nielsen-Bilanz 2015 Deutscher Werbemarkt wächst um 3,5 Prozent / Mobile verzeichnet höchsten Zuwachs

Freitag, 22. Januar 2016
Der deutsche Werbemarkt legte 2015 um 3,5 Prozent zu
Der deutsche Werbemarkt legte 2015 um 3,5 Prozent zu
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29,2 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen im abgelaufenen Jahr für Werbung ausgegeben - und damit 3,5 Prozent mehr als noch 2014. Das ist das Ergebnis der Bruttowerbemarktbilanz von Marktforscher Nielsen. Die positivste Entwicklung verzeichnet einmal mehr der Kanal Mobile.
In Werbung auf den mobilen Endgeräten haben deutsche Marken in diesem Jahr 0,3 Milliarden Euro investiert. Das entspricht einem Plus von stolzen 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Sparte Internet blieben die Werbeausgaben mit rund 3,0 Milliarden Euro auf fast gleichem Level wie 2014 (+ 0,1 Prozent). Und auch TV wächst weiter: Mit Aufwendungen in Höhe von 13,8 Milliarden Euro verzeichnete der Kanal ein Wachstum von 5,4 Prozent. Noch erfreulicher lief das vergangene Jahr im Kino, wo die Bruttowerbeausgaben um 20,2 Prozent anstiegen.

Aber nicht überall gab es Wachstum: Die Printmedien mussten leichte Verluste in Höhe von 0,8 Prozent hinnehmen, wobei die Fachzeitschriften sogar ein leichtes Plus von 0,5 Prozent aufweisen können. Größere Verluste mussten nur die Publikumszeitschriften (- 1,8 Prozent) hinnehmen.

Anteil der Above-The-Line-Medien an den Bruttowerbeausgaben 2015 in Deutschland

Quelle: (Nielsen)
Unter den Unternehmen mit den höchsten Werbeausgaben liegt wie auch 2014 und wenig überraschend Procter & Gamble ganz vorne. Das Unternehmen investierte insgesamt 0,6 Milliarden Euro in seine Werbung, was einem Wachstum von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Vodafone und Lidl, das seine Investitionen um 30 Prozent nach oben schraubte, schafften dagegen 2015 den Sprung unter die Top 10 der größten Spender.

Die werbestärkste Branche stellen weiter die Autohersteller. Trotz verringerter Werbeausgaben im Hauptsegment der Pkw um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, kam die Branche aus Ausgaben in Höhe von 1,7 Milliarden Euro. "Für diese Entwicklung sind die teilweise sehr deutlichen Etatreduzierungen einiger großer Automobilhersteller verantwortlich", so Dirk Reinbothe, Director Marketing Effectiveness, Nielsen Deutschland.

Zweistellige Wachstumswerte konnten die Produktgruppen Arzneimittel (+ 11,6 Prozent), Mobilnetz (+ 14,5 Prozent), Möbel und Einrichtungen (+ 10,9 Prozent) sowie vor allem E-Commerce (+ 22,7 Prozent) verzeichnen. tt
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