Nielsen-Analyse Bruttowerbemarkt mit Frühlingsgefühlen

Freitag, 14. März 2014
Der Werbemarkt zieht Nielsen zufolge an
Der Werbemarkt zieht Nielsen zufolge an


Die gute konjukturelle Lage spiegelt sich auch im Werbedruck wider. Nach den aktuellen Zahlen von Nielsen in Hamburg ist der Bruttowerbemarkt bis Februar auf knapp 3,8 Milliarden Euro gewachsen. Das ist ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von den Mehrausgaben der Unternehmen nach den offiziellen Preislisten profitieren vor allem TV und Online. Während Nielsen bei den TV-Sendern ein Plus von knapp 7 Prozent (1,6 Milliarden Euro) vermeldet, liegt das Wachstum in den digitalen kanälen bei 4,3 Prozent (427 Millionen Euro). Positiv starten auch die Publikumstitel. Ein Plus von 2,5 Prozent (510 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahr gab es bei den Magazinen schon lange nicht mehr. Und auch das gehört zu den Auffälligkeiten der ersten beiden Monate: Mobile, wenn auch auf niedrigem Niveau, gewinnt in den den Strategien der Unternehmen an Bedeutung. 16,3 Millionen haben die Werbungtreibenden hier investiert. Ein Plus von 33 Prozent.

Stabil zeigen sich die Fachzeitschriften, Radio und Out of Home mit 64 Millionen, 240 Millionenbeziehungsweise 190 Millionen Euro. Die Zeitungen verlieren mit Umsätzen von 679 Millionen Euro 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein dickes Minus fährt dagegen Kino ein. Um fast neun Prozent auf 12 Millionen Euro bricht der Umsatz hier ein. Größter Werbungtreibender ist einmal mehr Procter & Gamble mit 72 Millionen Euro (plus 1,9 Prozent). Am stärksten hat Beiersdorf in den ersten beiden Monaten investiert. Der Nivea-Konzern erhöhte den Werbedruck um satte 68 Prozent auf rund 28 Millionen Euro. Umgekehrt hat die Media-Saturn-Holding ihre Ausgaben um 43 Prozent reduziert, trotz der ersten europaweiten Kampagne zur Eröffnung des 750. Media-Markts.

Obwohl die PKW-Hersteller ihren Werbedruck um fast 4 Prozent reduziert haben, belegen sie im Branchenranking mit 236 Millionen Euro den ersten Platz. mir
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