Niantic Labs Deutsche Verbraucherschützer mahnen Macher von Pokémon Go ab

Mittwoch, 20. Juli 2016
Das Spiel Pokémon Go ruft die Verbraucherschützer auf den Plan
Das Spiel Pokémon Go ruft die Verbraucherschützer auf den Plan
Foto: Niantic Labs

Die Entwickler der Smartphone-App Pokémon Go sind wegen der Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen des Spiels von deutschen Verbraucherschützern abgemahnt worden. Insgesamt wurden 15 Klauseln angeprangert, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband am Mittwoch in Berlin mitteilte.
Dem kalifornischen Spieleentwickler Niantic Labs sei Zeit bis zum 9. August eingeräumt worden, eine Unterlassungserklärung abzugeben und die Bestimmungen zu ändern. Ansonsten wollen die Verbraucherschützer eine Klage prüfen. Sie stören sich unter anderem daran, dass anonymes Spielen praktisch unmöglich sei, weil in der App die Anmeldung mit einem Google-Konto oder einem Pokémon-Trainer-Profil nötig sind und die Standortdaten freigegeben werden müssen. Der Aufenthaltsort des Nutzers ist allerdings auch wichtig für das Spiel-Erlebnis: Es geht in dem Game darum, virtuelle Pokémon-Monster zu fangen, die sich an verschiedenen Orten in der realen Welt verstecken.

Pokemon Go BVG
Bild: Screenshot facebook.com/weilwirdichlieben

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Außerdem kritisieren die Verbraucherschützer, dass Niantic den Vertrag mit einem Nutzer jederzeit abändern oder Dienste ganz einstellen könne. Auch die Datenschutzerklärung verletze deutsches Recht etwa durch schwer verständliche oder zu weitreichende Einwilligungserklärungen. So können personenbezogene Daten nach Ermessen von Niantic unter anderem an private Dritte weitergegeben werden, bemängelten sie. dpa
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