Nexus 7 Wie Google das bessere Apple werden will

Donnerstag, 25. Juli 2013
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Im Smartphonemarkt ist Apple trotz der zuletzt gemeldeten iPhone-Verkaufszahlen durch die Konkurrenz der Android-Geräte erheblich unter Druck. Doch zumindest im Tablet-PC-Markt dominiert das Unternehmen mit seinem iPad immer noch den Markt. Das will Google jetzt mit seinem neu präsentierten Nexus 7 engültig ändern. Das Tablet in der Größenkategorie des iPad Mini bietet bessere Leistungswerte zu einem niedrigeren Preis und - was vielleicht sogar noch wichtiger ist: Eine wirklich berührende Launchkampagne.
Natürlich dominieren nach der öffentlichen Premiere der neuen Modellgeneration Google-Tablets vor allem dessen Leistungswerte die Schlagzeilen. Diese können sich - zumindest auf dem Papier - absolut sehen lassen: Höhere Prozessorenleistung als sein Vorläufer, bessere Bildschirmqualität und das neueste Android-Betriebssystem. Dazu noch ein Kampfpreis von 229 US-Dollar für das Basis-Modell.

Doch die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass objektive Produktdaten nur sehr bedingt Erfolgsgaranten für digitale Endgeräte sind. So gelang Samsung der große Durchbruch erst, als es durch eine freche und eigenständige Markensprache das Image des ideenlosen Apple-Imitators abschütteln konnte. Microsoft leidet bei der Vermarktung seiner mobilen Endgeräte dagegen immer noch unter seinem Image als verstaubter Marktführer, das das Unternehmen mit dem Aufschwung des PC-Marktes verpasst bekam.

Mit seinem neuen Nexus 7 stellt Google nun zugleich eine begleitende TV-Kampagne vor, die das Zeug hat, den Nexus als prägnante Marke des digitalen Alltags zu etablieren. Die von der in San Francisco ansässigen Agentur Autofuss entwickelten Kampagne erzählt die berührende Geschichte eines kleinen Jungen, der für eine Präsentation vor der Schulklasse seine Angst vor öffentlichen Reden überwinden muss. Bei seiner Suche nach Strategien zur Angsbekämpfung führt er zugleich alle wesentlichen Features des neuen Tablets vor.

Auffällig an dem Auftritt ist, um wieviel anschaulicher und berührender er das digitale Lebensgefühl visualisiert als die laufende Image-Kampagne "Designed in California" von Apple. Diese Kampagne, die zum Start von vielen Branchenkennern als überfälliger Richtungswechsel von Apple begrüßt wurde, scheint zumindest bei den Konsumenten in den USA deutlich weniger Eindruck zu hinterlassen. Wie der Wirtschaftsnachrichtendienst "Business Inside" meldet, erzielen die Spots in allen großen Werbeeffektivitätspanels enttäuschende Werte. cam
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