Neuwagen-Studie Modellvielfalt bremst Autokäufer aus

Dienstag, 10. September 2013
Jeder dritte Neuwagenkunde zögerte vor dem Kauf (Bild: Puls)
Jeder dritte Neuwagenkunde zögerte vor dem Kauf (Bild: Puls)

So richtig kommt der Neuwagenverkauf in Deutschland 2013 nicht in Schwung. Im Gegenteil: Die Neuzulassungen lagen bis August laut Kraftfahrt-Bundesamt sogar sieben Prozent unter dem Vorjahr. Wer den Grund für die Zurückhaltung in der oft zitierten Eurokrise vermutet, liegt laut einer repräsentativen Studie der Nürnberger Marktforschung Puls jedoch falsch. Als Hauptgrund führt die Befragung überraschend die Modellvielfalt der Automarken an, welche Käufer verunsichern würde. "Offensichtlich wünschen sich Deutschlands Autokäufer dringend Orientierung bei der Frage, welches Fahrzeug in welcher Ausstattung am besten zu ihnen passt", kommentiert Puls Geschäftsführer Konrad Weßner die Ergebnisse der Studie. Gut jeder Dritter der 1.011 Studienteilnehmer gab an, vor dem Fahrzeugkauf gezögert zu haben. Die meisten von ihnen (44 Prozent) aus dem Grund, weil sie verunsichert waren, welches Fahrzeug das passende für sie sei. Als weitere Ursachen folgen das Sparen auf den Autokauf (39 Prozent) sowie das Abwarten, ob das Wunschfahrzeug noch günstiger wird (36 Prozent).

Um der grassierenden Kaufzurückhaltung entgegenzuwirken, empfehlen die Puls-Marktforscher den Automobilherstellern und Händlern vor allem bei der großen Verunsicherung angesichts der Modellvielfalt anzusetzen. Neben einer klaren Kommunikation und einer persönlichen Beratung sollen maßgeschneiderte Fahrzeuglösungen Abhilfe schaffen.

Wie man dem Wunsch nach dem passenden Modell aus Marketingsicht auch nachkommen kann, demonstrierte zuletzt BMW in seiner TV-Kampagne zum 1er-Modell. Darin beworben die Münchener Autobauer unter anderem den Car Konfigurator, mit dessen Hilfe man sich den Wagen online nach seinen individuellen Bedürfnissen zusammenstellen kann. hor
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