Neuland Reloaded Wie Angela Merkel im TV um eine weitere Amtszeit kämpft

Donnerstag, 22. August 2013
Die CDU startet die zweite Plakatserie
Die CDU startet die zweite Plakatserie

Gut vier Wochen vor der Bundestagswahl erhöht die CDU den Werbedruck. Die Christdemokraten haben als erste große Partei einen Wahlwerbespot vorgestellt. Wie zu erwarten war, spielt Angela Merkel in dem Commercial die Hauptrolle. Dass die Kanzlerin in dem Werbefilm mit "Neuland" ausgerechnet jenen Begriff in den Mund nimmt, der ihr Ende Juni nach der Rede beim Besuch von US-Präsident Barack Obama Häme und Spott einbrachte, ist schon bemerkenswert. HORIZONT.NET zeigt den von Blumberry entwickelten Spot vorab. In dem rund 90 Sekunden langen TV-Spot, den CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe am heutigen Donnerstag im Berliner Kino Filmkunst 66 präsentierte, zeichnet die CDU ein Bild von der letzten Legislaturperiode, das schon etwas an die legendären "blühenden Landschaften" von Helmut Kohl erinnert. "Deutschland steht heute gut da, eine starke Wirtschaft, mehr Menschen in Beschäftigung als je zuvor", sagt Merkel. Das sei "keine Selbstverständlichkeit" und dürfe nicht "durch höhere Steuern mehr Belastung aufs Spiel gesetzt werden".

Auch auf den Plakaten steht die Kanzlerin im Fokus
Auch auf den Plakaten steht die Kanzlerin im Fokus
In dem TV-Spot unternimmt Merkel den Versuch, es allen recht zu machen. Mit ihren Kernbotschaften ("Die, die etwas leisten, sollen belohnt werden") richtet sich die Kanzlerin freilich vor allem an die konservative Stammwählerschaft. Aber auch für jene Bevölkerungsschichten, die traditionell eher der SPD zugeneigt sind, hat die Kanzlerin etwas auf Lager. So wolle sie sich für ein "faires Land einsetzen, in dem die Stärkeren den Schwächeren helfen", verspricht Merkel.

Der TV-Spot wird erstmals am 26. August im ZDF ausgestrahlt. Laut einer CDU-Sprecherin ist das Commercial ab dem 27. August auch in der ARD und später auf Privatsendern zu sehen. Neben dem TV-Spot wurde auch die zweite Plakatserie der CDU vorgestellt. Auch hier steht die Kanzlerin klar im Mittelpunkt. mas
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