Neue Vorwürfe ADAC-Pannenhilfe soll Kunden nicht gleichbehandeln

Mittwoch, 23. April 2014
ADAC soll Mitglieder im Regen stehen lassen (Bild: ADAC)
ADAC soll Mitglieder im Regen stehen lassen (Bild: ADAC)

Gerade hat sich die Situation beim ADAC etwas beruhigt. Und schon hagelt es neue Vorwürfe. Nach Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" behandelt der Automobilclub bei einer Panne seine Mitglieder zweitranging. Stattdessen werden Kunden bestimmter Automarken bevorzugt. Der ADAC bestreitet diese Vorwürfe aufs Heftigste.  Der Vorwurf wiegt schwer, den die "SZ" in ihrer heutigen Ausgabe (hier auch online einsehbar) erhebt. Danach werden im Pannenfall Autofahrer bestimmter Marken - dazu gehören etwa Ford, Mercedes, Opel und Jaguar - bevorzugt betreut, wenn diese über ihren Hersteller eine Mobilitätsgarantie abgeschlossen hatten. Eigene Mitglieder hätten dann länger warten müssen, berichtet das Blatt und beruft sich dabei auf Insider aus dem ADAC. 

Die neuen Vorwürfe kommen zur Unzeit. Gerade hat sich die Lage bei und um die Pannenhelfer nach den Manipulationen beim Autopreis "Gelber Engel" etwas beruhigt. Der neue Beirat hat seine Arbeit aufgenommen, die neue Geschäftsführung steht, eine Kampagne, in deren Mittelpunkt die Kernwerte der Marke stehen, soll in den Startlöchern stehen. Gleichzeitig läuft vor dem Registergericht noch die Prüfung, ob der ADAC überhaupt noch ein Verein ist oder nicht.

Dennoch stehen die Zeichen im gesamten Verein auf Erneuerung. Beim Automobilclub geht man daher in die Offensive. "Alle Kunden werden gleichbehandelt", heißt es aus der Zentrale auf Nachfrage von HORIZONT.NET. "Eine Bevorzugung gibt es nicht. Die Aufträge bei der Pannenhilfe werden nach ihrem Eingang abgearbeitet." Nur bei zwei Ausnahmen gilt dieses Reglement nicht: In Notfällen und wenn Kinder in Gefahr sind. mir
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