Neue Unit Zalando vermarktet Influencer

Freitag, 16. September 2016
Ein paar Top-Marken sind bereits Kunden
Ein paar Top-Marken sind bereits Kunden
Foto: Screenshot Collabary.com

In der eigenen Kommunikation nutzt Zalando längst Influencer Marketing. Jetzt will der Online-Modehändler dieses Tool im Rahmen von Zalando Media mit der neuen Unit Collabary auch anderen Werbungtreibenden anbieten.
Belen Sienknecht, Business Lead Collabary, will dabei gegen Wahrnehmungen kämpfen, dass es sich bei diesem Werbetrend nur um ein Hypethema handelt: „Influencer Marketing bedeutet nicht nur, Fotos zu posten. Wir reden von ernstzunehmendem Marketing, das es verdient, deren Creators entsprechend zu entlohnen und vor allem auch messbare Erfolge aufzuzeigen.“ Collabary sieht sich dabei bewusst nicht in Konkurrenz zu Blogger-Netzwerken, wie sie Seven-One Media, Mediakraft, Gruner + Jahr und IP Deutschland schon vermarkten. Auf der von US-Vorbildern wie Tapinfluence und The Shelf inspirierten Website collabary.com sollen Marken direkt mit Influencern in Kontakt treten, ihre Kampagnen selbst managen und den erzielten Reichweitenerfolg direkt messen können.

Die offizielle Freischaltung ist ab dem 15. September geplant. Zum Start zählt die Liste der verfügbaren Influencer rund 500 Personen und die interessierten Marken wie Nike, Topshop und G-Star zeigen erwartungsgemäß eine starke Modedominanz. Aber Collabary versteht sich nicht als reine Modeplattform. Mittelfristig soll das Angebot den gesamten Lifestyle-Bereich von Beauty über Konsumgüter und Reiseangebote bis hin zu Tech-Produkten abbilden.

Entscheidend für den Erfolg des neuen Angebots von Zalando Media wird sein, ob die Marken die höhere Autonomie, die die Plattform ihnen bei der Kampagnensteuerung gewährt, wirklich schätzen oder ob sie von den Optionen überfordert sind. Das Unternehmen ist von seiner Technologie überzeugt. „Wir sind ein ganz klar datengetriebener Player und nutzen State-of-the-Art-Technologie für unsere Plattform“, heißt es bei Collabary. Aber die Macher wissen selbst, dass für manchen Werbungtreibenden Influencer Marketing nicht selbsterklärend ist. Deshalb will das Unternehmen Partnerschaften mit PR- und Mediaagenturen suchen, um die Planung zu erleichtern. cam
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